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Drilles Buch.
sammlungen) die körperlichen Vorzüge durch Ehrengeschenke auSzeiäi-ncten, während sie für die geistigen Größen keinerlei Kampspreisgestiftet hätten." — 3. Auch mit einem Rothe kann man den Ein-gang machen, wie z. B. wenn man sagt: „die wackcrn Männer zuobren, sei Pflicht und deßhald wähle er, der Redner, den Aristideszum Gegenstände seiner Lobrede"; oder wenn es heißt: „es sei billig,grade solche Männer zu ehren, die in der Meinung der Menschenweder gepriesen, nock als Schlechte dastebcnd bisher in ihrer Tüch-tigkeit nicht erkannt seien, wie Alexandros der Priamide." Denn einRedner, der so spricht, gibt einen Rath "). — st. Endlich macht manden Eingang auch wohl in der Weise, wie bei den gerichtlichen Re-den, d. h. von Motiven, welche auf das Zuhörerpublikum berechnetsind, wenn das Thema der Rede ein ungewöhnliches (paradoxes) ist,oder ein schwieriges, oder ein von Vielen besprochenes ist, und wennes gilt, die Nachsicht des Zuhörers zu gewinnen, wie es ChöriloSmacht mit seinem:
Jetzt nun, wo asteS oertheilt ist —
Also: die Eingänge der epideiktischen Reden bildet man ausden hier aufgezählten Stoffen: aus einem Lobe, aus einem Tadel,aus einer Anmahnung, aus einer Abmahnung, aus Motiven endlich,die auf den Zuhörer berechnet sind, und zwar sind die Einleitungs-themata entweder der folgenden Rede fremd, oder ihr verwandt.
Weiche Reden hier Aristoteles im Sinne hatte, wissen wir nicht.Einer Lobrede auf Alexandros (Paris) gedenkt Aristoteles oben U, 23, §. 5,§. 8. II, 24, §. 7 und §. 9, ohne Nennung des Verfassers.
Chdrilos von Samoö (467 — 402 v. Ehr.), Zeitgenosse des Euripides,mar der erste hellenische Dichter, der das alte heroisch-mythische Gebiet in seinerepischen Dichtung verließ, und den Stoff derselben ans der nächsten historischenVergangenheit zu nehmen magre. Sein Epos besang nämlich den Sieg derHellenen über Lerxes und er entschuldigte im Eingänge (Proömium) diese seineNeuerung und Kühnheit in Versen. von denen Arist. hier nur einige Worteanführt, und die vollständiger (s. Näke, fragm. eiweriji p. 104) lauten:
„Wahrlich, ein Glücklicher war damals der Meister des SangeS,
Welcher den Musen sich weihte, da ungemäbt noch die Flur stand.
Jetzt nun, wo Alles vertheilr ist und Schranken haben die Künste,Stehn mir, die Letzten, zurück im Werriauf, und es gelingt nicht,
Wie auch spähe der Blick, in neuen Bahnen zu fahren."