EilfreS Kapitel-
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Eilstcs Kapitel.
Es ist jetzt noch zu sagen, was ich unter Veranschaulichungverstehe, und wie man es zu machen hat, um solche zu bewirken
2. Veranschaulichung bewirken also, meine ich, alle diejenigenAusdrücke, welche ein Ding als lebensthätig bezeichnen. Sagt manz. B. von einem tüchtigen Manne, er sei ein „gewürfelter" 2), soist das eine Metapher, denn beide (der tüchtige Mann und der Wür-fel) sind etwas in ihrer Art Vollkommenes; aber eine lebendige Thä-tigkeit bezeichnet der Ausdruck nicht. Dagegen: „er, dessen Mannes-kraft in ihrer Blüthe steht", ist lebendige Bezeichnung, und „dichgleichsam loSgebundenen", ist lebendige Bezeichnung ^), und:
Da sprangen pus ihre Füße Hellas Männer all —">iist lebendig und metaphorisch zugleich. Ebenso die von Homer vieler-wärts angewandte Manier, daS Unbeseete durch Metapher zu etwasBeseeltem zu machen, wie denn alle Welt von seiner lebendig malen-den Darstellung entzückt ist; dahin gehört das:
dessen Schicksale Strabo berichtet, dessen Tradition bekanntlich zu so wunder-samen Jrrthümern Veranlassung geworden ist, Jrrthümer, die ich früher imzweiten Bande meiner Aristvrelia ausführlich anfznklären »ersucht habe. — Daßübrigens die Beispiele alle von Aristoteles selbst herrühren, dafür scheint derUmstand zu sprechen, daß sich kein einziges unter ihnen Nachweisen laßt, dasaus einem spateren Autor entnommen wäre. Ja, mit einziger Ausnahme desPerikleischen Diktums, welches den Anfang bildet, beziehen sie stch alle aufThatsachen, welche um die Zeit von Aristoteles' erstem Aufenthalte zu Athen(d. h. vor 348 unserer Zeitrechnung) fallen; und die Autoren selbst (wie Jso-krateS, LysiaS, Chabrias, Jphikrateö u. s. w.) sind sämmtlich, und zwar mei-stens ältere, Zeitgenossen des Aristoteles,r, Vgl. Biese H, S. 642.
2) Das Napvleon'sche un liomme guarro par In bs8e entspricht dieser, zu-erst von dem griechischen Dichter SimonideS (Plat. Protag. p. 339, n—6 undda»'. Stallbaum p. 106) gebrauchten Metapher. Dgl. Arist. Meom. I,
10 und Schneidewin ?rsAm. Limonicl. xi. 16.
2) Beide Ausdrücke sind auö JsvkrateS' Nede an Philipp von Makedonien,eine Schrift, die grade damals, wie es scheint, viel gelesen wurde.
ö) AuS AgamemnonS Erzählung der Ursachen deö ZugS gegen Troja inEnripidet' Ivbig. in AuliS V. 79.