AchreS Kapitel.
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3. Um nun den oratorischen Rhythmus näher zu bestimmen, soist der heroische würdevoll und von dem gewöhnlichen Gesprächs-tone entfernt'); der iambische dagegen ist grade der Rhythmusder gewöhnlichen Umgangssprache der Menschen, weßhalb man dennauch in der Sprache des gemeinen Lebens von allen Versmaßen ammeisten iambische erklingen läßt Nun soll aber doch der rednerischeStyl Würde haben und sich von dem Vulgären entfernt halten. Dertrochäische hinwiederum gemahnt allzu sehr an den hüpfendenKordaxtanz >*), wie man das bei den (trochäischen) Tetrametern wahr-nehmen kann, denn diese sind eine rädergleich dahinrollende Versart.Bleibt nun noch übrig der Päan, dessen sich die Nedekünstler, Thrasy-machos an der Spitze, bedienten, ohne doch sagen zu können, was ereigentlich sei. Es ist aber der Päan ein dritter, an die vorherge-nanntcn sich zunächst anschließender Rhythmus. Seine Theile stellennämlich das Verhältniß von drei zu zwei dar, während von jenender erste das Verhältniß von eins zu eins, der andere das von zweizu eins darstellt. An diese beiden Zahlverhältnisse schließt sich alsnüchstverbundenes das anderthalbfache an, und das eben ist derPäan
5. Die andern Rhythmen also muß der Redner bei Seite liegen
^ Ich übersehe nach Tyrwhitt's Verbesserung x«r Hexr^x^§
(s- Lulile, ärist. Opp. lom. V, p. 308), welche durch die Parallel-stelle der Aristotelischen Poetik IV, §. l4 schlagend gerechtfertigt wird. Denndie Prosa deö NednerS soll zwar Würde haben, aber doch den Ton der Um-gangssprache nicht vermissen lassen, nicht jener /lexr^x-^ entbehren,
die den Charakter des prosaischen SlyiS bilder, und von der man ssch entfernt,sobald man im daktylischen Nhyrhmuö spricht (f. Arist. Poet. a. a. O.). Dievon Bckker recipirte Leöarr ist gradezu sinnlos.
2) Vgl. Arist. Poetik IV, §. 14. XXIV, tz. 5.
5) S. Arist. Poetik IV. §. 14, Note 12.
Die zwei Theile des Fußes, den der heroische Hexameter bildet, deöDaktylus verhalten sich zu einander, wie l zu l; die zwei Theile des
Jambus d gegen und des Trochäus wie I zu 2 und wie 2 zu 1.
An diese schließlich der Päan d?aeo») mir den hier von Aristoteles erwähntenzwei Formen und der ein Verhältnis von 3 zu 2 und von 2
zu 3 bildet. Oder vielmehr: da der kleinste Theil in der metrischen Messungdie kurze Sylbe (^) ist, deren zwei auf eine Länge gehen, so ist im Päan dasVerhältniß entweder wie zu l, oder wie i zu 1 ^/ 2 -