Sechstes Kapitel.
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Sache zu bedienen, die erklärende Umschreibung derselben gibt, undz. B. statt schlechtweg „Kreis", sagt: Die von ihrem Mittelpunktesich überall gleich weit erstreckende Flächensorm. Zur Bündigkeitdagegen dient wieder das Umgekehrte, wenn man das einfache Nenn-wort statt einer Erklärung desselben gibt. Auch bei der Behandlungdes Schmutzigen und Unschicklichen kommt dieß in Anwendung. Liegtdas Schmutzige in der erklärenden Umschreibung, so wähle man daseinfache Nennwort; liegt es im Nennwort, die erkärende Umschrei-bung ').
3. Zweitens dient zur Erhöhung der Würde des sprachlichenAusdrucks der Gebrauch von Metaphern und Beiwörtern, nur mußman sich dabei hüten, in's Poetische zu verfallen. 4. Deßgleichen derGebrauch des Pluralis für den Singularis einer Sache, was dieDichter zu thun lieben, die z. B., wenn auch nur von einem Hafendie Rede ist, doch sagen: „er schiffte zu den Häfen Achaja's"^), oder:
„Des Briefes vielgefaltete Blättcrschichten sehtIhr vor Euch hier! — a,
5. Ferner dient dazu, wenn man die Theile nicht in Eins zu-sammenfaßt, sondern jeden einzeln für sich binstellt, z. B.: „das Weib,das ich das meine nenne." Will man dagegen bündig reden, somacht man es umgekehrt und sagt: „mein Weib. 6. Ferner die An-wendung des Bindeworts in einem Satze. Will man aber bündigsein, so spricht man ohne Bindewort, wenn gleich man auch dannnicht absolut asyndetisch reden darf. In jenem erster» Falle sagt manz. B.: „Hingereist und mich mit ihm besprochen habend", im letztem:„HingereiSt, besprach ich mich mit ihm."
7. Wirksam ist zu dem gleichen Zwecke auch der bekannte Kunst-
Das letztere thut z. B. Aristoteles selbst, wenn er i» seiner Schrift„Bon der Entstehung der Thiere" einen gewissen nnnennbgren Theil des Kör-pers bezeichnet als „den Theil, welcher die Verrichtung hat, dem NcbcrflussedeS Organismus Abzug zu verschaffen."
2- „Er schiffte reich beladenHin zu Korinths Gestaden."
Aus Lurlp. Iplugon. Waue. B. 7lb. Die Faltung des Briefes alseines Ganzen war nur eine.