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Drittes Buck).
ist, sie von der bessern Seite der Sache zu bilden, wie z. B. „desVaters Rächer". So hatte auch Simonides, als ihm der bekannteSieger im Manltbicrwettstreite anfangs ein geringes Honorar bot,demselben kein Preisgedicht machen wollen, weil es ihm widerwärtigsei, ein Gedicht auf „Maulesel" zu dichten; als jener ihm aberhinreichende Bezahlung gegeben hatte, da dichtete er sein:
Heil Euch! ihr Töchter der st u r ui g e sch w i n d e n Rosse!obgleich sie ebensowohl auch „der Esel Töchter" waren ').
15. Endlich gehört auch noch hierher der Gebrauch der Ver-kleinerungswörter. Ein Verkleinerungswort ist ein solches, das so-wohl das Schlimme als das Gute kleiner macht. Ein Beispiel lie-fert AristophaneS, wenn er in seinen „Babyloniern" scherzend stattGold „Goldchen", statt Mantel „Mäntelchen", statt Schimpfwort"Schimpfwörtchcn" und ebenso auch „Krankheitchcn" sagt. Dochmuß man im Gebrauche solcher Diminutive vorsichtig sein und inbeiderlei Art das richtige Maß beobachten.
Drittes Kapitel.
Das Frostige im sprachlichen Ausdrucke entsteht aus vierer-lei Dingen. Erstens aus zusammengesetzten Worten, wie wenn z. B.Lykophron^)von dem „vielgeaugtenHimmel, der vielgipf-ligen Erde" und von einem „engpfadigen Ufer spricht, undGorgias die Benennung „Musenbettlerischer Schmeichler" bildete,und von „Meineidigen'und Meineidigen" redet. Ebenso frostigdrückt sich auch Alkidamas aus, wenn er sagt: „von Kraft war
und Orestes darauf erwidert:
Des Vaters Rächer bin ich, welchen du verriethst!lieber SimonideS s. die Anmcrk. zu Buch I, Kap. 8 §. 24. Er warder erste griech. Dichter, der für Geld dichtete, und an Geist und Habsuchtder hellenische Voltaire, lieber ihn vgl. Nlrici Gesch. d. hell. Dichtkunst II,S05 ff. Arist. Ltli. dlicom. IV, I, §. 27.
2> Unbekannter Sophist.
6) S. zu II, Kap. az, §. li und I, >Z, §. 2 .