Zweites Kapitel.
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Art sein, wie die Stimme des Theodoros ') im Vergleich zu derder andern Schauspieler; die seinige nämlich erscheint immer wie dieder in dem Stucke sprechenden Person, während die Stimmen deranderen als fremde erscheinen.
5. Verdeckt wird die anzcwendetc Kunst mit gutem Erfolge,wenn man aus der gangbaren Sprache mit geschickter Wahl seineZusammensetzungen bildet, wie dieß Euripidcs thut und zuerstgezeigt hat 2).
Es sind nun Nennwörter und Zeitwörter, aus denen die Redebesteht, und die Nennwörter zerfallen sämmtlich in so picle Arten, alsin den Untersuchungen über die Poesie gelehrt worden ist. Unterdiesen hat man sich der Fremdwörter der D oppclwörtcrund der neu ge bildeten Wörter nur selten und in wenigenFällen zu bedienen. Wo man cs dürfe, werden wir später 0) sagen.Das Warum aber ist bereits gesagt, nämlich weil sie von dem Ange-messenen allzu sehr abweichen.
6. Dagegen sind die gemeinübliche und die eigentliche
Wasser zu denken, sondern an die Mischung verschiedener Weinsorten unter-einander, welche die berauschende Krott de§ Weine«, wie Plutarch meldet(lstnaegt. Z^mposlaa- IV, I, 2. Vgl. Ltllen. I, p. 32 b.), verstärkt.
lieber diesen berühmten Schauspieler und Zeitgenossen des Aristoteles,der desselben auch in seiner Politik <VIl, IS, §. >l» gedenkt, bandelt ausführ-lich Böttigcr in seinen Opuscul. p. 324 ff. Da« Lob, welches Aristotelesihm hier ertheilt, ist noch heute das böchste, was einem Schauspieler ertheiltwerden kann. Wenn er z. B. den Ajax spielte, so glaubten die Zuhörer wirk-lich den Ajax zu hören, während seine Mitspieler dagegen nie ihre Nolle ganzdeckten.
2) EuripideS heißt wegen dieser Sorgfalt in der Wahl des sprachlichenAusdrucks der „gefeilteste" (<^i^v7tor-<u'^«xo?) Dichter bei dem alten Aesthe-tiker Longin (40, 2 ff.). Um der hier von Aristoteles gerühmten Eigellschaftseiner Sprache wissen bewunderte ihn der Philosoph Kralltor ganz so wie denHomer (vloz. Uaert. IV, §. 26), und empfahl »ach Quintilian bas Studiumder Sprache deS EuripideS dem Redner mehr, als das des Sophokles, wie jaauch Menander seine Diktion an EuripideS schulte (vgl. (stulntlllan X, I,§. 67 —S.
3) „Glossen". S. meine Anmcrk. zu Arist. Poetik XXI, l.
4) D. h. der zusammengesetzten. S. Poet. XXI, I.
b> S. Poet. a. a. O. §. 4.
b> Arist. sagt es im siebenten Kapitel diese« Buchs §. I I.