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Zweites Buch.
digste Weihedienst sder Mysterien^ abgeleitet sei" '); oder wenn Je-mand in einer Lobrede auf den Hund das Sternbild des „Hundes"herbeizieht, oder auch den Pan, weil Pindar?) denselben mit denWorten anredet:
Seliger du, den die lwhen Olympier
Nennen der großen Göttin Hund, der sie allwärtS begleitet!
oder wenn Einer sich aus das Sprichwort beruft, nach welchem es dasAergste ist, was man Jemandem nachsagen kann, wenn man sagt: „erhabe keinen Nagel im Hause," und daraus die Folgerung zieht, daßein Hund offenbar etwas Achtbares sei ^). Deßgleichen, wenn manbehauptet, Hermes sei von allen Göttern der beste Partner, weil esvon ihm allein heiße: „Halb Part, Hermes" ^). Ebenso wenn Einerbehauptet, die Rede sei das schätzbarste, denn man sage von einemwacker» Manne nicht: „er ist Geldes-", sondern „er ist der RedeWerth". Der Ausdruck „der Siede werth" wird nämlich nicht bloß ineiner Bedeutung gebraucht ^).
3. Eine zweite Form gewinnt der Redner dadurch, daß er das
t) Eine solche Lobrede auf die Mäuse oom Rhetor PolykrateS citirt Ari-stoteles weiter unten § 5. Dieser PolykrateS war ein Vorgänger des JsokrarcS.S. Paully'S Nealencyclvp. V, x. 1826. Wenn mau sich, wie manche Erklärerthun, über diese kindlichen SusetS der alten Nedekünstler mognirt, so bedenkeman, daß dieselben immerhin unschuldiger waren, als die Lobreden unsererakademischen Eloquenzprofcssoren auf ihre jedesmaligen Landes- und Brvdherren,auch die allerärgsten Tyrannen und Taugenichtse. Um solche'Spcciniina derRhetorik nicht liefern zu müssen, schlug Lesssng eine Professur aus.
2) Pindar. Fragt». 66. Boeckh.
3» Das Wortspiel dreht sich hier um das griechische Wort Kyvn (xuaix),welches Hund, aber auch Nagel bedeutet.
Im Texte heißt eS: „koinvS Hermes", d. i. gemeinsamer Hermes!und der Sinn dieses Ausdrucks bedeutete so viel als: ein Fund (griechisch:Hermaion) ist für alle Finder gemeinsam. Ein solcher „Glücksfund" aber galtfür eine Gabe des Hermes, und wenn z. B. zwei oder Mehrere etwas fan-ten, so beanspruchten sse mit jenem Ausrufe jeder seinen Antheil. — Unserelleberschung folgt hier der von Knebel, die überhaupt die beste aller früherenUebersehungcn ist.
Vgl. Biese II, S. 626. Anmerk. 2.