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Zweites Buch.
und wie man in den Lobgesängen auf die Götter zu thun pflegt '),und wie Konon den Thrasybulos einen „thrasybulos"?) zu nennenpflegte, und Herodikos zum ThrasymachoS sagte, „du bist immer undewig ein thrasymachos (d. i.: ein frecher Streithahn)", und zum Po-los : du bist immer ein Polos (d. t. ein übermüthiges Füllen), undvom Drakon, dem Gesetzgeber: seine Gesetze sind nicht die eines Men-schen, sondern eines Drachen ^), weil sie so grausam find. Desgleichengehört hierher, wenn des Euripides Hekabe in Bezug aus den Namender Aphrodite sagt:
Sehr richtig fängt ihr Name mit Aphrosyne an''),
und wenn Chairemon ^) die Wendung braucht:
PentheuS, deß künftiges Unglück schon sein Name zeigtib)
30. Unter den Enthymemen finden die widerlegenden mehrBeifall, als die beweisenden, weil das widerlegende Enthymem einekurzgesaßte Zusammenstellung der Gegensätze ist und alle Paralleli-firung dem Zuhörer besser einleuchtet. Jedoch von sämmtlichen, so-wohl widerlegenden, als beweisenden Syllogismen schlagen am meistenalle diejenigen durch, deren Gang, ohne daß dieselben trivial find, derZuhörer gleich von vorn herein vorauszusehcn vermag, — denn indiesem Voraussehen empfindet er einen gewissen Selbstgenuß seinesScharfsinnes; — und demnächst alle diejenigen Schlüsse, hinter derenAuffassung der Zuhörer nur so weit zurückbleibt, daß er sie wenig-stens, sobald sie völlig ausgesprochen find, sofort versteht.
t) Deren Namen man ctymvlogistrend anssegtc.
2) D. h. einen Man» voll verwegener Anklage, Tollkvpf, denn das heifitder Name.
Drakon heißt Drache.
Aphrvsyne bedeutet im Griechischen „Unverstand", Thorheit.
5) Siehe meine Anmerkung zu Aristoteles' Poetik Kap. I, § s. S. SS.b) PentheuS, abgeleitet von PenthoS, d. i. — Mauer, heißt wörtlich„Trauermann", „Schnierzenreich". Aehnlich ist die spielerische Ableitung de«Namens Odysseus bei Homer Odpss. XIX, 408 ff.