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2 (1891) Drei Bücher der Redekunst (Rhetorik)
Entstehung
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Aristoteles' NhetoviK.

Zweiter Ach.

Erstes Kapitel.

1. Im vorigen sind die Gesichtspunkte dargestellt worden, vonwelchen man beim Anraten und Abraten, Loben und Tadeln, An-klagen und Verteidigen auszugehen hat, und welcher Art die An-sichten und Urteile sind, welche sich dabei als Beglaubigungsmitteldienlich erweisen; denn im Bereiche dieser bewegen sich und ausihnen werden abgeleitet die Enthyme'me, um über jeden Gegen-stand, je nach der Gattung, zu welcher die Rede gehört, zu sprechen.

2. Da aber der Zweck der Rhetorik ist: das Urteil zu be-stimmen denn urteilen thut man ebensowohl bei Beratungen,als auch der Richterspruch ein Urteil ist so ergibt sich darausdie Notwendigkeit, nicht bloß auf die erweisende und überzeugendeKraft der Rede das Augenmerk zu richten, sondern auch seineeigene * und die Persönlichkeit des Richters in eine gewisse Ver-fassung zu setzen.

2. Es kommt in betreff der Glaubwürdigkeit nämlich sehr vieldarauf an zumal bei Beratungen, dann aber auch bei Gerichts-verhandlungen, daß der Redner in einer gewissen Verfassung er-

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I. D. h. deö Redners.

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