Neuntes Kapitel.
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ja zur Tugend), und daß Alles, was aus der Tugend entspringt, csgleichfalls ist; dieser Art sind aber die Merkmale der Tugend und dieWerke derselben. — 15. Da aber die Merkmale und alles dasjenige,was aktiv oder passiv von einem Guten ausgeht, schön ist, so folgtdaraus nothwcndig, daß auch alle Werke oder Merkmale der Tapfer-keit, oder alles was tapfer gcthan ist, schön sein muß. Ebenso auchalles Gerechte und alle auf gerechte Weise gethanen Werke — (abernicht was man aus gerechte Weise erleidet, denn bei dieser einzigenTugend ist nicht immer gerechterwcisc auch schön, sondern bei demBestraftwcrdcn z. B. ist der Zusatz gerecht erweise (von rechts-wcgen) vielmehr eine größere Schande, als ung erechter weise) —und ebenso ist cs rücksichtlich der andern Tugenden. — 16. Ferner:Alles worauf als Belohnung Ehre gesetzt ist, ist schön, sowie Alleswas mehr mit Ehre, als mit Geld belohnt wird. Ferner: alles das-jenige Wünschcnswcrrhc, was Einer nicht um seinetwillen thut. —17. Ferner: das unbedingt Gute und was Einer für sein Vaterlandmit Aufopferung eigenen Vorthcils thut. Ferner: die von der Na-tur verliehenen Güter >), deßgleichen, was nicht uns selbst zu Gutekommt; denn im letzteren Falle würden wir dergleichen 2) um unsererselbst willen 2) thun. — 18. Ferner: Alles was uns eher nach demTode, als bei Lebzeiten angethan werden kann §), denn waseinem bei Lebzeiten angethan wird, hat mehr den Anstrich desEgoismus. — 19. Ferner: Alles was wir für Andere thun, denn esist weniger Egoismus dabei. Ferner: Alles worin wir in unfernBestrebungen für Andere und nicht für uns selbst glücklich sind; ferner:worin wir glücklich sind für die, welche uns Gutes erwiesen haben,denn das ist gerecht. Ferner alle wohlthätigcn Handlungen, denndie kommen nicht uns selbst zu gute.
20. Ferner: Alles was das Gegenthcil dessen ist, worüber wirScham empfinden. Denn es ist das Häßliche, worüber wir Schamempfinden, mögen wir dasselbe nun sagen oder thun, oder zu sagen
Adel deö Geschlechts und der Abkunft, Schönheit, Genie u. s. w.O) D- h. was uns selbst zu Gute kommt.
5) Aus Egoismus.
Ehrenbezeugungen durch Statuen, Denkmäler u. s. w.