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Erstes Buch.
22. Ferner: das was den Besseren innewohnt, entweder denabsolut Besseren, oder denen, die in dem betreffenden Punkte die Besserenfind, z. B. Tapferkeit steht höher als Stärke '). Ferner: was derBessere vorziehen wird, entweder der schlechthin, oder der in einembestimmten Stücke Bessere, z. B.: lieber Unrecht zu leiden als zuthun,sdcnn dieß würde der Gerechtere vorziehen.— 23. Ferner: dasAngenehmere (steht höher), als das weniger Angenehme; denn Allesstrebt nach Lust, und Lustempfindcn ist etwas, das man um seinerselbst willen begehrt, dieß sind aber die Bestimmungen, welche wiroben für die Definition des Guten und des Zwecks angewendet Habens.Angenehmer ist aber das, dessen Genuß einerseits leidloser und ande-rerseits längerdaucrnd ist.
24. Ferner das Schönere (steht höher), als das weniger Schöne,denn das Schöne ist entweder das Angenehme, oder das an und fürfich Wählenswerthe. 25. Ferner: Alles was wir entweder für unsselbst oder für unsere Freunde in höherem Grade zu verursachen wün-schen, das sind größere Güter, und alles das, was wir uns oder un-fern Freunden am wenigsten verursachen möchten, sind größere Uebel.26. Ferner: das Längerdauernde steht höher als das Kürzerdauerndeund das Dauerhaftere als das nicht Dauerhaftere; denn der Nutzen deselfteren ist größer der Zeit, und der des letzteren der von unserem Willenbestimmten Anwendung nach. Denn wenn unser Wille diese beab-sichtigt, leistet das Dauerhafte bessere Dienste.
27. Ferner: wie die Ordnung sich verhält bei je zweien unterden Begriffen einer und derselben Reihe und unter den gleichenUinstandsbezeichmingcn 3), so verhält sie sich bei allen übrigen. Z.B.
Den» Tapferkeit wohnt in dem Geiste, Stärke im Körper.
S. oben Kap. VI, §. 2.
Wir wissen aus der Topik des Philosophen doxic. II, g. III, 2.) daßBegriffe einer Reihe lex vgl. Biese I,
S. 2lv ff.) diejenigen sind: „welche alle denselben Slammbegriff, nur unterverschiedenen Modifikationen, darstclle». Z. B. als reines Sein, als Thätlg-keit, als Eigenschaft, als adventiale Bestimmung (Tirchaktk) u- s. w. wie z. B.Liebe, lieben, geliebt, liebenSwerth u. s. w. Am meisten gehtArist.bei dieser Art von Beweisführung von den Adverbien aus, die er FälleTirluScix, c-wus) nennt, wie gleich in dem folgenden Beispiele." Die grie>