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2 (1891) Drei Bücher der Redekunst (Rhetorik)
Entstehung
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55
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Siebentes Kapitel.

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2. Sagen wir also'): Das U e b er st eigen d e ist ebensoviel-)und noch etwas dazu, das Ueberstieg ene dagegen das in jenemEnthaltene, und die Begriffe größer und me hr beziehen sich immeraufein gering eres, während dagegen groß und klein und vielund wenig sich auf die Größe der Mehrzahl der Dinge beziehen,und nennen wir das U cb er steigende groß, und das darunterbleibende klein, gleichviel, ob der Unterschied viel oder wenig beträgt.

3. Da wir nun gut nennen, einmal, was um seiner selbst undkeines andern willen wählenswerth ist, sodann, wonach Alles strebt,oder was alle Wesen, wenn sie Verstand und Einsicht hätten, wählenwürden, oder was solche Dinge zu schaffen und zu erhalten vermag,oder das, wovon solche Dinge eine Folge sind; da ferner das, zudessen Ende etwas geschieht, der Zweck ist, Zweck aber das ist, wor-auf sich alles andere bezieht, und da gut für uns das ist, was sichin Bezug aus uns so verhält: so muß nothwendig das was mehr istals das Eine oder das Mindere, sobald das Eine oder das Mindereihm zugezählt wird, ein größeres Gut sein. Denn es übersteigt ja,und das in einem andern enthaltene wird überstiegen.

4. Ferner: wenn das Größte in der einen Art von Objektendas Größte in einer andern Art von Objekten übersteigt, so trittauch für die Arten selbst dasselbe Verhältniß ein ^) ; und wenn eineArt die andere übersteigt, so auch das Größte der einen das Größteder andern; z. B. wenn der größte Mann größer ist als das größteWeib, so sind auch überhaupt die Männer größer als die Weiber;und wenn die Männer überhaupt größer sind als die Weiber, so istauch der größte Mann größer als das größte Weib. Denn die größtenIndividuen verschiedener Gattungen verhalten sich hinsichtlich desGrößcverhältnisses analog wie ihre Gattungen.

5. Ferner ^): Wenn ^ aus 6 folgt, aber nicht L aus (so

ES werden im Folgenden 49 Gesichtspunkte über dg« mehr und we-niger Gute und Nützliche gnfgeslellt, die ihre nähere Benrtheilnng nach denin den früheren Kgpilkln ausgestellte» Gesichtspunkten erhalten.

2) Nämlich: ebensoviel, als das, womit cs vergliche» wird.

3) Vgl. roplc. III, r.

Bei diesen und den folgenden Aufzählungen der Fälle, in welchen etwasein größeres Gut ist, als ein anderes, sind die Folgerungen, die der wort.