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Aristoteles, Redekunst.
Übungen, wahrend die geistigen Vorzüge eines jungen Menschen Be-scheidenheit und Tapferkeit sind. Der Einzelne hat Glück mit undReichtum an Kindern, wenn er viele solche Kinder hat, sowohlmännliche als weibliche. Vorzüglichkeit der weiblichen ist in körper-licher Hinsicht: Schönheit und Größe*, in geistiger: Sittsamkcitnnd Arbeitsamkeit ohne Niedrigkeit der Gesinnung? Man mußaber ebenmäßig, in der Familie wie im Staate, bei Männern wiebei Frauen, dahin trachten, daß jede dieser Eigenschaften bei ihnenvorhanden sei. Denn wo es mit den Frauen schlecht bestelltest, wiebei den Lakedämo'niern^, da entbehrt man, so zu sagen, die Hälfteder Glückseligkeit.
7. Zum Reichtum gehören: Menge des Geldes, Land- undGüterbesitz, ferner Besitz von Geräten, von Herden und von Sklavenin vorzüglicher Anzahl, Größe und Schönheit; und das alles mußgesichert, anständig und nützlich sein. Nützlich aber ist vorzugs-weise das, was Ertrag liefert, anständig dagegen das, was sich aufGenuß bezieht. Ertrag liefernd nenne ich die Quellen der Ein-nahmen, Genuß liefernd dagegen das, wovon man außer demGebrauche keinen irgend nennenswerten Vorteil hat. Der Begriffder Gesichertheit bestimmt sich dadurch, daß man seine Güteran einem Orte und auf eine Weise besitzt, daß ihr Gebrauch vonunserem Willen abhängt, sowie der Begriff des Eigen- oderNicht ei gen ge Hörens sich danach bestimmt, ob es von unsermWillen abhängt, sich ihrer zu cntäußern. Unter ent äußern ver-stehe ich Schenkung oder Verkauf. Im ganzen aber liegt dasReichsein mehr in dem Gebrauche, als in dein Besitzen, denn erstdie Wirksamkeit und der Gebrauch aller dieser Güter ist Reichtum.
8. Guter Ruf ist: von allen für einen wackern Mann ge-
ll Die Lakedäinonicr bestraften ihren König Archida'mos, weil er einekleinc Frau geheiratet hatte. S. Plut a'r ch, Von der Kindcrerzichung, Kap. 1.
2. Ein goldenes Wort! DaS echte Weib ist für den Griechen einefleißige und arbeitsame Hausfrau, die aber darum nicht in der Plackereider Arbeit geistig zu Grunde geht, sondern sich den Adel des Geistes(iXeobepi«) bewahrt!
3. Vgl. Aristoteles, Politik, II, Kap. 6, § 5.