Einleitung.
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welchen manche Züge der Darstellung an sich tragen. Inkeiner andern Schrift des ernsten alten Denkers finden sichsolche Züge eines heiteren, ja zuweilen übermütigen Humors,wie sie die drei Bücher der Rhetorik aufweisen. Man lesenur Stellen wie II, 19, Z 21; II, 21, Z 12; II, 24,Z 2; III, 4, Z 3 und andere, welche in den Anmerkungenals „Kathederwitze" zu bezeichnen ich mir erlaubt habe, undvergleiche damit Äußerungen, wie die über die Frauen(I, 5, Z 6), über die Reizbarkeit der Philosophen (II, 2,Z 14), über den Charakter der Dienstboten (H, 3, Z 5und ß 15), über den Neid unter Blutsverwandter:, vonden: er früh Erfahrungen zu machen Gelegenheit gehabthaben muß (H, 10, ß 6), über den Neid der Masse gegendie Gebildeten und über die Anfechtung, welche Philosophieund Philosophen schon damals in Athen zu leiden hatten(II, 23, Z 6; Z 14; Z 18); man vergleiche den über-mütigen und doch auf einem sehr ernsten Hintergründeruhenden Scherz, der in dem Klimax a raslo'rl all mi'urrs(H, 23, Z 12) von der Obrigkeit und den Göttern liegt, mitder Äußerung über den Ursprung des Begriffes „von GottesGnaden" (II, 17, Z 6)^, dessen Erklärung noch heute an-wendbar ist: und man wird zugeben, daß alle diese Stellenebenso viele Charakterzüge jugendlicher Frische enthalten.Denselben Charakter jugendlich lebhafter Opposition tragenauch gar manche Äußerungen über die Verkehrtheiten seinerZeit, wie z. B. über die gesunkene ästhetische Bildung, welchedamals bereits den Schanspielervirtnosen höher stellte, alsden Dichter (III, 1, Z 4), und das verwegene Verwersnngs-nrteil, welches er über gewisse staatliche Einrichtungen,über die Folter als Mitte! zur Erforschung der Wahrheit,und über den Eid ausspricht.^
22. Die läuft etwa auf das Le'nion hinaus:
Der Glückspilz ist ein frommer Mann,
Sieht Gott für seinen Duzfreund an.
23. Vgl. I. 15, § 26 und 2S und daselbst die Anmerkungen.