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2 (1891) Drei Bücher der Redekunst (Rhetorik)
Entstehung
Seite
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Einleitung.

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Demosthenes und der Mörder Nika'uors (II, 23, Z 3), undeinige andere Anführungen ähnlicher Art.

Die einzige Stelle dagegen, welche auf eine spätereAbfassungszeit deuten könnte, ist diejenige, in welcher derkurz vor der Ankunft der ihn: bestimmten Ehrengaben desPerserkönigs erfolgte Tod eines gewissen Diopei'thes alsBeispiel eines rührenden Geschickes erwähnt wird.^ Dennwenn dieser Diopeithes der aus Demo'sthenes' Chersone'sischerRede bekannte tapfere athenische Feldherr ist, so lebte der-selbe noch, als Aristoteles im Jahre 318 Athen verließ, nurnach Asien zn gehen. Aber auch in diesem Falle könntediese Stelle für nichts arideres als für eirrerr jener Zusätzegehalten werden, mit denen nach der Ansicht Niebuhrs^Aristoteles die Rhetorik, in ihrem ersten Entwürfeein frühes Werk, augenscheinlich bis gegen das Endeseirres Lebens erweitert hat". Es ist zu bedauern, daß dergroße Historiker solcheaugenscheinliche" spätere Zusätze nichtweiter bezeichnet hat. Denn mir hat es nicht gelingenwollen, außer dem soeben angeführten noch andere historischeBeispiele solcher späteren Erweiterungen aufznsinden. Biel-leicht ist jedoch ein anderer glücklicher, und jedenfalls liegthier eine Aufgabe vor, welche jüngeren Philologen zurSpezialuntersuchung zu empfehlen ist.

Soviel steht indessen, wie ich glaube, aus den vonmir geltend gemachten Umständen fest, daß die von AdolfSchöll in seiner trefflichen Einleitung zur Übersetzungvon So'phoklcs' Anti'gone (S. 68) mit Berufung ansClinton ausgesprochene Ansicht: die Abfnssungszeit derRhetorik sei in das nächste Jahrzehnt nach 338, also in dieletzte Lebensperiodc des Aristoteles, zu setzen, eine irrtüm-liche und Niebuhrs Meinung von der frühen Abfassungs-zeit des Werkes die richtige ist. Was nun die späterenZusätze von der Hand des Philosophen anbctrifft, so rechne

18. Rhetorik II, 8, § II, Anmerkung.

18. Römische Geschichte, Teil I, S. 20 (2. Auögabe).