Einleitung.
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Begebnisse beschränken, welche in die Periode von Aristo-teles' erstem Ansenthalte zn Athen fallen.
Was zuvörderst den ersten dieser beiden Umstände be-trifft, so ist derselbe durch meine früheren Untersuchungenbis zur Evidenz erwiesen und als solcher auch von derKritik anerkannt worden? Es steht fest, daß Aristotelesbereits als junger Mann im Lebensalter von achtnndzwanzigbis viernnddreißig Jahren in Athen vor einem zahlreichenZuhörerkreise ^ Vorträge, und zwar Vorträge über Rhe-torik, gehalten hat, daß er in diesen Vorträgen gegen denberühmtesten damaligen Vertreter der Rhetorik zn Athen,gegen Jso'krates, polemisch verfuhr und daß diese Pole'mik,die ihrer Zeit großes Aufsehen erregte, auch in der da-maligen Litteratur viel von sich reden machte, ja sogareinem Anhänger des angegriffenen Jsokrates, dem Kephi-so'dotos, Veranlassung zn einem eigenen Werke von vierBüchern „wider Aristoteles" gab? Daß diese in sehrfeindseligem Tone gehaltenen Erwiderungen sich nicht bloßauf mündliche Vorträge des Aristoteles bezogen habenwerden, ist an sich wahrscheinlich und widerstreitet demUmstande nicht, daß die Aristotelische Rhetorik in ihrerjetzigen Gestalt damals von dem Philosophen selbst nochnicht veröffentlicht worden sein mag. Wir wissen, daß imAltertum solche Vorträge nach geschrieben und daßsolche Nachschriften mit oder ohne die Zustimmung des
3. S. Aristotelia, T. I, S. 63 — 71; II, S. 285 — 288. Vgl.H. Sauppe in der Zeitschrift für Altertumswissenschaft 1835,. Nro. 51,S. 409; Meyer zu Quintilian Band I, Seite 267 A; Manko,Vermischte Schriften, S. 32 ff.
4. Augusti'nus, Vom Staate Gottes, VIII, 12, S. 765 der Frank-furter Ausgabe: Lrim Aristoteles, vir sxcellsrNis inZsirü, ssetumpsriputstieuin conäiclisset, — pluriniosqris äiseipulos, prusclurulurnu sxesllsns, vivo uäkue prusoeptors in suurn NusresiircongrsZussst. —
5. Vgl. Dionyffius von Halikarna'ß; Jsokrates 18; Athe-nä'ns, Deipnosophi'sten, II, S. 60 ä ff; III, S. 122 d; VIII, S. 354 e;Stahr, Aristotelia, I, S. 68; II, S. 287.