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4 (1865) Indische Nachrichten und geschichtliche Bruchstücke ; Leben und Charakteristik Arrian's
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giösen Sagen (II, 16, 1 ff. V, 1, 1 ff.), endlich durch Einfügungvon Zwiegesprächen und Reden z. B. VII, 9 f.), vor dem Eintönigenzu bewahren, und ihr dafür Mannigfaltigkeit im Wechsel des Stoffeszu verleihen bemüht ist. WaS ferner die politischen, sittlichen undreligiösen Grundsätze unseres Geschichtschreibers betrifft, so erscheinter uns in jeder dieser Beziehungen als ein sehr achtungswürdigerMann. Wie er den Anschluß des despotischen Orients an Griechen-land, die Heimat der Freiheit in's Auge faßt (IV, 11, 8.): so un-terläßt er es auch nicht, zu melden, was in diesem selbst für die Sachedieser Freiheit eingeleitet wurde (VII, 12, 4.) und was Alexanderfür Autonomie in Kleinafien, namentlich in dessen griechischen Be-standtheilen gethan hat (I, 17, 4. 10. 18, 2. II, S, 8.). Seineeigene gemäßigt monarchische Gesinnung spricht er mit würdiger Be-sonnenheit aus (IV, 12, 6.), und konnte deßhalb an Schmeichlern,diesem steten Verderben der Könige, kein Gefallen finden (II, 6, 4.IV, 8, 3. VII,29, 1.). In sittlicher Hinsicht tritt er als Lobrednerder Grundlage aller Tugend, der Selbstbeherrschung (IV, 9, 1. 20,3. VI, 26, 1 ff.) und in religiöser als echter Stoiker auf, indem erwiederholt auf höhere Fügung und Dazwischenkunst hinweist (I, 9,6. II, 6, 6. III, 3, 6. VII, 30, 2.), deren Wollen und Walten nachseiner eigenen und nach Alexanders Ansicht aus mancherlei Zeichen zuentnehmen sei (I, 18, 6. II, 3, 8.). Daneben berichtet er mit ge-wissenhafter Pünktlichkeit die verschiedenen Huldigungen, welche derkönigliche Schüler des Aristoteles auf seinen Feldzügen de» Götternder griechisch-macedonische» Volksreligion darbrachte (Geier 188 ff.),womit jener den Ansichten seines großen Meisters (Geier 178 ff.)ebenso wenig untreu wurde, als Arrian selbst durch seine vom leisestenTadel fernen Berichte hierüber oder durch seine eigene Verwaltungeines Priesteramtes in Nicomedien den in diesem Punkte conserva-tiven Ansichten der Stoa zuwiderhandelte (N. E. VI, 2, 1438.).Dieß Alles zusammen genommen, erscheint Arrian als ein Geschicht-forscher und-Schreiber von großer Bedeutung, deren er sich selbst auchlaut seiner naiven, jedoch keinen seiner Vorgänger namentlich ver-letzenden Aeußerungen hierüber (Paffow a. a. O. 403.) bewußt ge-wesen sein dürfte (kroosin; I, 12, 4 s.), und die man an ihm, na-mentlich in Vergleich mit einem Diodor und Curtius, und in Betracht