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4 (1865) Indische Nachrichten und geschichtliche Bruchstücke ; Leben und Charakteristik Arrian's
Entstehung
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Künste von Ersch und Gruber V. 403. Diesen Quellen gegenübererscheint er als eben so fleißiger, wie besonnener Forscher, welcherGewährsmänner von der Art eines Ptolemäus, Aristobul und Era-tosthcncs (Sint. 13 ff.) nicht minder zu schätzen wußte, als er einenMegasthencs mit Vorsicht zu Rathe zog (St. Cr. 734 f.), und diehochtrabende Darstellungsweise des von ihm sattsam gezeichnetenCallisthencS (^.ns-b. IV, 10, 1 ff. 12, 4 ff.) gehörig zu würdigenverstand. Natürlich verdient er in erster Linie unsere Anerkennungin denjenigen Partien seiner Schrift, wo er als Mann vom Fachschildernd und bcurtheilend auftriit, d. h. in seinen Berichten überkriegerische Unternehmungen, Märsche, Belagerungen, Schlachtord-nungen und Schlachten lAusU. I, 14 f. 20 ff. III, 10. V, 7, 2 ff.V, 13 ff. St. Cr. 102. 304 s. 392 ff. Passow a. a. O. 404.)Zwar unterläßt er es, die klare und gründliche Darlegung äußererThatsachen überall auch durch Enthüllung der inneren Triebfedernseiner handelnden Personen zu vervollständigen, und man vermißt da-her bei ihm oft den eigentlichen Pragmatismus (Passow 404)der große König ist für ihn zuvörderst Feldherr und dann Staats-mann, während der ihn hierin ergänzende Plutarch in seinem ^1s-xauclsr u. Os Oort. ^Isx. I, 4 ff. denselben hauptsächlich alsMenschen in's Auge faßt doch versteht er es auch hinwiederum,das Innere des Menschen hin und wieder durch Reden zur Anschau-ung zu bringen (L.iral>. V, 25 ff.). Dafür verdient Arrian um soentschiedener unfern Beifall damit, daß er, weit entfernt, durch unzei-tige Abschweifungen und beiläufige Einschiebsel dem Zusammenhangseiner Geschichtserzählung zu schaden (vgl. Photius treffliche Charak-teristik unseres Historikers Ooä. 92. u. 58. übers, von Dörner 1.Bdch. 15 ff.), dieselbe doch nach dem Vorgänge Herodots und seinesbesonder» Vorbildes, Zeenophons, mittelst kürzerer oder längerer Erör-terungen aus dem Gebiete der Geographie und Ethnographie (^.nnl>.I, 3, 1 f. 29, 1. 5. III, 28, 5 ff. 29, 2 s. 30, 7 ff/lV, 28, 3. V,4, 1 ff. 5, 2 ff. 6, 1 ff. VI, 1. 21, 1. 22, 4 ff. 29, 4 ff. VII, 1,5 ff. 2. 3. 7, 3 ff. 21, 1 ff.), oder durch Einstreuung von Stistungs-sagen, namentlich für griechische Leser von Interesse, I, 26, 4., vonParallelen aus der früheren griechischen, so wie von Rückblicken aufdie altasiatische Geschichte (1, 9. II, 3, 1 ff. 5, 2 ff.), oder von reli-