Druckschrift 
3 (1865) Anabasis oder Feldzüge Alexanders : [Buch 5 - 7]
Entstehung
Seite
195
Einzelbild herunterladen
 

rien, Griechenland, Italien^ namentlich neben Jsi« in Nom zu Hadrian« Zeithochverehrt, al« solarischer Unterwelt«, und Heilgott, mit dessen Dienste, wiemit dem de« ihm verwandten AeSculap, auch ein Bäder umschließende« Heil-verfahren verknüpft war, Dieß vorausgesetzt, erscheint nn« feine hier behaup-tete Belehrung zn Babylon, so sehr dieß auch mit Göttern aller Art angefülltwar, al« bedenklich- Sollten die hierin oft unkritischen Griechen durch Na,men«, und CultuSähnlichkeit de« Scrapi« mit einem andern Gotte zu der vonArrian hier nachgeschriebenen Angabe verleitet worden sein, oder wohl gar erselbst seine vom Dienste jene« Gotte« erfüllte Zeit, wo der ScrapiSeultu« sichauch in Babylonien verbreitet haben mochte, mit der von ihm hier geschilder-te» in diesem Punkte vermischt haben? Gerhard Griech- Mythol- II, §, SS»,.9SS, 7. N- S. VI, l, IVKI, vörner 55«")-

«) Man legte sich an einem geheiligten Orte, zumal auf Häute geschlach-teter Opfcrtliicre, zum Schlafe nieder, um durch Träume über die Zukunftüberhaupt, oder über die eine« Kranken insbesondere von der Gottheit Beleh-rung zu erhalten, Fr. A, Wolf, Der,». Schr, 403 ff, Bötticher, Ideen z,kuustmythol. »8 », S 2 , Schm, bei Kr. 2 SK s. Birg- Leu, VII, 85 ff,

4) reu X(>«rl'<rr<u, In diesem Worte sind, wie in dem der Neberschungdem Wackersten", die Begriffe einer alle Anderen überragenden Tüchtigkeit undzumal Tapferkeit, vereinigt: eine Alfffaffung, welche Naphel, bei Kr, 297 mitdem sonstige» Sprachgebrauch von x^erresrox und x^er'vox in Arrian« Lual-asl», so wie mit einer ähnlichen Aeußerung de« auch sonst öfter« mit Ale-xander verglichene» Pyrrhu« bei Plutarch kverl-, 8 f. zu rechtfertige» sucht,und die, kann man hinzufügen, die Wahrheit der Sage vorausgesetzt, sich auchdurch einen Blick auf jene Zeit rechtfertigen ließe, deren dringende« Bedürfnißeine« vor Allem schlagfertigen Nachfolger« auf dem Throne der AlcxandrischcnWeltmvnarchie dem Scharfblicke ihre« geistvollen Stifter« nicht entgangen seindürfte. repttreckreu hat deßglkichen Diodor XVII, I >7 mit dem nur nochetwa« erweiterten Zusätze, der auch am Schluffe unseres Kapitel« steht. Cur.tiu« X, >4, 5 will mit seinem Optimum dasselbe sagen, da demselben dergleiche Zusatz nachsvlgt. Dagegen ist da« frostig emphatisch klingende vignis-eimum bei Justin XII, >5, 8 nach dem Obigen geradezu abgeschmackt.llebrigcn« deutet Arrian durch die Art und Weise, wie er, und durch den Zusam-menhang, in dem er jene Anekdote mitthcilt, genugsam an, daß ihm dieselbegleich ähnlichen llebcrlieferuugen (Cap. 27) zweifelhaft sei.

27.

') Mit Zurückweisung der doch viel wahrscheinlicheren Nachricht von Ale-xander« natürlichem, durch seine fortwährende llnmäßigkeir hcrbeigeführtemTode schenkte Justin XII, I 3, lv, 14, Ik, >2 der Angabe von seiner Vergif-tung durch Antipatcr entschieden Glauben, und ebenso haben letztere Curtiu«X, 31, 14 ff, und Diodor XVll, I>7 f, mit den hiefür beigebrachten Belegenausgezeichnet, ohne ihrer Widerlegung auch nur ein Wort zu gönnen. Allein