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3 (1865) Anabasis oder Feldzüge Alexanders : [Buch 5 - 7]
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Nun aber erhielt er vom Lande jenseits des Hyphasis die Mel-dung, daß es wohlhabend sei und seine Bewohner mit gleicher Tüch-tigkeit ihr Feld bestellen, als sie die Waffen führen, und ihre innerenStaatseinrichtungen wohl geordnet seien. Das Volk stehe nämlichunter der Herrschaft der Besten, welche dieselbe nicht ungebührlichführen. Dabei besitzen die Einwohner eine weit größere Menge vonElephanten, als die übrigen Inder, und diese Thiere zeichnen sich ebenso sehr durch ihre Größe, als durch ihre Streitbarkeit aus. SolcheNachrichten erhöhten freilich Alexanders Leidenschaft, noch weiter vor-zudringen, dagegen verloren seine Macedonier immer mehr Lust undMuth, weil sie sahen, mit welchem Wohlgefallen ihr König Beschwer-den an Beschwerden '), Kämpfe an Kämpfe reihe. Im Lager fandenZusammenrottungen Statt, wobei die Einen, und dieß waren dieGemäßigtsten, ihr Geschick bejammerten, die Anderen rund herauserklärten, daß sie, selbst wenn Alexander an ihre Spitze träte, ihmnicht mehr folgen würden. Sobald dieß Alexander inne gewordenwar, entbot er, bevor Aufregung und Muthlosigkeit bei seinen Krie-gern »och weiter um sich griffen, die Befehlshaber der Abtheilungenzu sich, und redete sie also an: Macedonier und Verbündete, da ichsehe, daß ihr mir nicht mehr mit der alten Bereitwilligkeit in dieGefahren folget, habe ich euch hier versammelt, entweder um euchzum Weiterziehen zu bestimmen, oder mich von euch zum Rückzugebestimmen zu lassen. Habt ihr euch über die bisher bestandenenMühseligkeiten und über meine Führung zu beschweren, so ist esüberflüssig, noch ein Wort darüber zu verlieren. Verdanken wiraber eben diesen Mühseligkeiten den Besitz von Jonien, dem Helle-spont, von beidenPhrygien, von Cappadocien, Paphlagonicn, Lydien,Earien, Libyen und Pamphylien ^); verdanken wir ihnen den Besitzvon Phönicienb), Aegypten sammt dem griechischen Libyen^), voneinigen Theilen Arabiens , von Syrien im Thal sowohl als zwi-schen den Flüssen 6), von Babylon und dem Gebiete von Susa?),von Persis und Medien^), und von Allem, was zum Perser- undMederreiche gehörte und nicht gehörte; verdanken wir ihnen den