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3 (1865) Anabasis oder Feldzüge Alexanders : [Buch 5 - 7]
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tert war, hatten die Macedonier dieselbe, da sie bloß aus Ziegelsteinenbestand 2), bereits untergraben, legten sofort allenthalben ringsumLeitern an und nahmen so die Stadt im Sturm ein. Es fielen beider Erstürmung ungefähr siebzehntauscnd Inders, mehr dennsiebzig-tauscnd wurden gefangen genommen, nebst dreihundert Wägen undfünfhundert Reitern. Von Alexanders Heere blieben während derganzen Belagerung nahezu hundert Mann auf dem Platze; die Zahlder Verwundeten hingegen stand in keinem Verhältnisse zu der Mengeder Getödteten, sondern es waren ihrer mehr als zwölfhundert undunter diesen nebst anderen Unterbcfehlshabern auch der LeibwächterLyfimachus. Sobald die Todten nach herkömmlicher Weise bestattetwaren, entsandte er seinen Geheimschreibcr Eumenes nach den beiden,in den Ausstand von Sangala verflochtenen Städten und gab ihmetwa dreihundert Reiter mit, um den Inhabern dieser Städte außerder Einnahme von Sangala auch noch das zu eröffnen, daß Alexan-der, wenn sie bleiben und ihn freundlich aufnehmen, ihnen nicht hartbegegnen werde, wie er denn auch den übrigen unabhängigen Indern,die sich ihm freiwillig ergeben hätten, Nichts zu Leid gctha» habe.Allein sie hatten von Sangala's Erstürmung durch Alexander bereitsNachricht erhalten, und hiedurch erschreckt, verließen sie fliehend ihreStädte. Kaum war Alexander von ihrer Flucht benachrichtigt wor-den, als er ihnen rasch nachsctzte. Doch die Mehrzahl von ihnengewann einen guten Vorsprung und entkam, weil dieVerfolgung auszu weiter Entfernung Statt fand. Alle aber, welche beim AbzügeKrankheitshalber Zurückbleiben mußten, wurden vom Heere ergriffen,und ungefähr fünfhundert an der Zahl nicdcrgchauen. Nachdem erdem Gedanken an weitere Verfolgung der Flüchtlinge entsagt hatte,kehrte er nach Sangala zurück uud ließ diese Stadt schleifen; dasLand schenkte er den bisher unabhängigen, aber jetzt freiwillig zuihm übergegangenen Indern; den Porus entsandte er mit dessen eige-ner Kriegsmacht in die Städte, welche sich unterworfen hatten, umdort Besatzungen einzulegcn; er selbst ging mit seinem Heere an denFluß HyphasiS 6) vor, um auch die Inder jenseits desselben unterseine Botmäßigkeit zu bringen: offenbar gab cS für ihn kein Ziel derFeindseligkeiten, so lange noch ein Feind übrig war.