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2 (1854) Der Giaur. Die Braut von Abydos. Die Belagerung von Korinth. Parisina. Der Gefangene von Chillon. Mazeppa. Die Insel oder Christian und seine Gefährten. Beppo. Fragment des Vampyr
Entstehung
Seite
35
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Das seine» Körper gierig schmaust,

Kann er sich nimmer doch erwehrenDer kalte» Gaste, die ihn zehren.

Es gleicht dies Herz dem Wüstenaar,

Der für die Brnt, die hungrig kreischt,Sich gern die eigne Brust zerfleischt,

Und klaglos reicht sei» Leben dar,

Doch als er sich geopfert schon,

Sicht er die Brut dem Nest entfloh».

Der Schmerze» peinlichste GewühlcSind Wollust gegen jene Leere,

Die welk an jeglichem GefühleNur gleicht dem öden Wüstcnmcere.

Ob wol der Himmel wen erfreut,

Wenn er nicht Sturm, nicht Sonne beut?Biel besser, wenn die Wetter toben,

Als nie die Wellen mehr erproben!

Wenn lange schon die Winde schwiegen,Als Wrack am Schicksalsstrandc liegen;

In trüber Ruh, im stillen HasenAllmählig nngesehn entschlafen

Besser zermalmt, wenn Blitze lodern,

Als stückweis auf dem Felsen modern.

*

Dir, Vater, schwand in Fricdcnsglan;Dein Leben ohne trüben Hauch,

Bei oft gezähltem Rosenkranz,

Bei ungezähltem hcilgen Brauch;

Von Sünden Andre zu erlösen,

Doch selber immer rein vom Bösen,

So warst du bis in's Alter ancb,

So trugst du still die kleine LastDes Schicksals, welches jeden faßt.