Du segnest dich, daß nicht die WnchDer Leidenschaften in dir ruht,
Wie's kund dir mancher Sünder thnt,
Der die geheime Schuld und LustVersenkt in deine reine Vrnst.
M e i n kurzes Leben war dem Scherz,
Mehr aber noch geweiht dem Schmerz.
Doch in dem Drangsal, im GenußMied mich des Lebens Uebcrdruß.
Vom Freunde, wie vom Feind umschwärmt,Hat müßgc Ruh mich nie gehärmt.
Jetzt, wo mir Haß und Liebe schmolz,
Erhebt mich Hoffnung nicht und Stolz;War' lieber solch ein giftig Ding,
Das kriechend hockt am Mauerring,
Als so verdammt zu dumpfem BrütenDie Tage wechsellos zu hüten.
Den Wunsch nach Ruhe spür' ich wühle»,Doch Ruhe heißt: sich nicht mehr fühlen.Bald wird dies mein Geschick erfüllen, —Und was ich war, noch jetzo bin,
Wird traumlos mir ein Schlaf verhüllen;Däucht dir auch schwarz mein ganzer Sin»:Ei» Grab der Lust ist mein Gedächtniß,Mein Hoffen nur des Fluchs Vermächtniß;Doch besser, in der Freude sterben,
Als nach und nach in Qual verderben.
Nicht mochte je mein Geist verzagenEndloser Leiden Pein zu tragen,
Auch hält' ich nie der alten Thoren,
Der hcut'gen Memmen Tod erkoren;
Doch Hab' ich nie den Tod gescheut,
In Schlachten hätt' es mich gefreut,
Rief mich zum drohendsten Gefecht