28
. !>
Der Turban, roh ans Stein gehaun,Dic Säule, drüber Runken bann,
Daß kaum der Koranoers zu lesen,
Der mild beklagt des Staubes Wesen —Bezeichnen jenen Ort im Thal,
Wo Hassan traf der Rache Stahl,
Dort schlaft ein Moslem, wie wol nieSonst Einer hat gebeugt das Knie;
Der nie oerbotncn Wein begehrt.
Der betend stets znm Ost gekehrt; —Scholl feierlich das „Mla-Hn!"
So wiederholt er's fromm dazu.
Er starb durch eines Fremdlings Hand, —Ein Fremdling seinem Vaterland;
Er starb bewaffnet und soll Muth,
Noch rächte Niemand ihn mit Blut.
Doch Paradicscsmädchcn ladenIhn sehnend in dic Hallen ein,
In Honris Augen sich zu baden,
In ihres Himmels dunkeln Schein.
Sic nahen grüne Tücher schwingend,
Dem Tupfern Grüß' und Küsse bringend!Denn wer im Kampf mit Giaurcn sinkt,Verdient, daß Seligkeit ihm winkt.
*
Doch du, Ungläub'ger, sollst dich ringen,Wenn Monkir wird dic Sense schwingen;Sollst, wenn du seiner Qual entstohn,Umwandeln Eblis düstcrn Thron;
Glut, ungestillt und nie zu stille»,
Soll dir im Hcrzcu endlos quillcn,
Es kann kein Mund mit Worten malenDer inncrn Hölle Folterqualen.