Zuerst, als Vampir umzugehn,
Soll aus der Gruft dciu Lcib erstehn;Daun schleich als Scheusal iu dein Haus,Und saug das Blut den Deinen aus;
Um Mitternacht entströmt das Bütt,
Des Kinds und Weibes Lebensflut.
Doch deinem Leichnam, grast und fahl,Soll ekel werden dieses Mahl;
Dein Opfer selbst, eh cs verblich,
Erkenn' als seinen Vater dich —
Am Stamm welkt deiner Blumen Leben,Die, so verflucht, den Fluch dir geben.Doch Eine soll als Opfer fallen,
Die Jüngste, Liebste dir von Allen,
Die soll dich segnend Vater nennen —,Dies Wort wird dir im Herzen brennen!Doch würgen mußt du sic und sehnDer Wange letztes Roth vcrwchn;
Den letzten Blick, der glasig stiert,
Da leblos drin das Blau gefriert.
Dan» reiße mit verruchter RechteVom Haupt herab die blonde Flechte,Von der ein Löckchen sonst, ein Haar,
Ein süßes Pfand der Liebe war.
Dir soll es jetzt ein Zeichen seinDer grauscnvollstcn Todespcin!
Es triefe dir von Zahn und Mund,
Das beste Blut aus deinem Bund!
Dann tappe nach dem Grabe stumm,Treib mit Dämonen dich herum,
Bis diese Schaar, vor Schreck erbleicht,Dir dem verfluchter» Unhold weicht.