Ist gegen die nicht zornerfüllt mein Herz,
Die mich gesandt in dieses Haus der Plage?
Wo Lachen nicht erfreut, nicht denkt der Geist,
Wort Wort nicht ist, der Mensch ein Mensch nur heißt;Wo Schrein dem Fluchen folgt, Geheul dem Schlage,Wo Jeder einsam duldet Höllcnschmcrz —
Denn einsam muß die große Menge leben —
Viel sind wir, doch durch Mauern abgetheilt,
Die dumpf das WahnstunStobcn wiederbebe»; —
Ob irrer Ruf des Nachbars Ohr ereilt,
Wer achtct's, außer Einem, der hier weilt,
Der irr nicht war und den man dennoch gualt,
Indem mau de» Verrückten bei ihn zählt!
Zürn' ich nicht dem, der mich hierher versetzte,
Der mir entriß des guten Namens Glück,
Der den Gebrauch des Geistes fast mir nabm,
Der in des Lebens Blüthc mich verletzte,
Den cs, mich zu vcrläumdcn, still ergctztc?
Zahlt' ich nicht gern die Schmerze» ihm zurück,
Und lehrt' ihn, wie so wild der inn'rc Gram?
Wie schwer cs ist, in Leiden Ruh' erringen,
Die einen stoischen Willen selbst bezwingen?
Nein! — Hab' ich doch dem Fürsten schon vergebe»! —Zu stolz zur Rache, cnd' ich hier mein Lebe».
Ja, Schwester meines Fürsten! ja verweisenWill ich aus meinem Herzen allen Groll,
Der, wo du wohnst, nicht ferner weilen soll;
Dein Bruder haßt — ich bin nicht rachevoll:
Du hilfst nicht — doch was kann von dir mich reiße»!
Sich! meine Lieb' ist von Verzweiflung frei,Es ward mein bcss'rcr Thcil »och nicht besiegt,