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8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
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Daß ich nicht blind für deiner Schönheit Macht,

Das ist's, was in den Kerker mich gebracht;

Doch mögen sic mich martern nach Belieben,

Ist mir dein Bildniß doch in's Herz geschrieben!

Beglückte Liebe führt znm Uebcrdrnß,

Jndeß im Unglück sie so treu erscheint,

Daß jegliches Gefühl ihr weichen muß,

Und alle Leidenschaft in ihr sich eint,

Wie rasche Flüsse stets im Meeres-Schvoß;

Doch unsre Lieb' ist grnnd- und uferlos.

3 .

Horch, horch! der lange Wahnsinnsschrei dort oben!Wie sie, an Leib und Geist gefesselt, toben!

Horch! wie die Peitsche knallt, der Lärm sich mehrt!Horch! Lästerungen wild und frech erhoben!

Viel weilen hier, die mehr, als Wahn, verzehrt;

Sie schaffen den zerstörten Sinnen Qualen . ^

Und löschen aus des Lichtes letzte StralenMit Höriger Wnth, indem sic zum VergnügenTyrannisch trachten, Wunden znzufügcn:

Bei ihnen und den Opfern leb' ich hier,

Bei solchem Klang vergingen Jahre mir;

Bei solchem Anblick cnd' ich einst mein Leben:

Doch sei cs so dies wird mir Ruhe geben.

4 .

Besaß' die Ruh' ich »och, die ich besessen!

Schon halb vergaß ich, was ich muß vergessen;

Jetzt lebt cs auf o wär' dies Loos doch mein,Vergeßlich, nicht vergessen nur, zu sein!