Der ruhig im vcrschloss'uen Herzen liegt,
Wie Blitzesflammcn in den Wolken wohnen,Umringt von finstrer, schwanker Hülle thronen,
Bis aufgeschcucht der Acthcrpfeil entfliegt!
Und so durchzuckt bei deines Namens KlangeMich ein Gedankenblitz, in dichtem DrangeGeht noch einmal das Einst an mir vorbei; —
Ich bin derselbe; — jenes schwand schon lange.Bescheiden war die Lieb' in meiner Brust;
Wol kaum' ich unser» Stand; war mir's bewufit:Nicht war die Fürstin für des Liedes Sohn;
Kein Wort gestand mein Lieben und kein Hauch,
Es war sich selbst genug, sein eigner Lohn;
Und ward cs kund durch meinen Blick dir auch,
So strafte mich durch Schweigen, ach! der deine;Doch wagt' ich keine Klage, auch nicht eine,
Du schienst ein Wesen mir im Hcil'genschcine,
Das wir von ferne scheu verehren müssen,
Um das wir rings den heil'gcn Boden küssen;
Nicht weil du Fürstin warst; cs ward gehobenDurch Liebe deine Schönheit; sic belebteMit Reizen dich, vor denen man erbebte —
Nicht doch! — sich beugte, wie vor Jenem oben!
Es zeigt' Etwas in Deiner Strenge sich,
Dem alle Sanftmuth selbst an Zauber wich —
Ich weiß nicht wie, — mich fesselte dein Geist —Still blieb mein Stern vor dir: — wenn ohne ZielUnd ohne Absicht Lieben Frevel heißt;
So kostet mir dies böse Schicksal Viel;
Doch du bist noch mein Thcucrstcs, und ichBin stark für dieses Kerkers Schmach — für dichDie Liebe, die in Fesseln mich geschlagen,
Hat halb die Last erleichtert; für den NestAuch gibt sie Kraft, ist gleich er schwer zu tragen;