Sie geht in Schönheit.
Sie geht in Schönheit, gleich der NachtIn wolkenlosem Sternenlicht;
Des Schattens und des Lichtes PrachtEint sich in ihrem Angesicht:
Aus dem ein milder Schimmer lacht,
Der stets dem grellen Tag gebricht.
2 .
Ein Stral hinweg, ein Schatten mehr,Und fort würd' auch die Anmuth sein,
Die aus dem RabcnlockcnmeerDie Stirn umglänzt mit sanftem Schein,Wo die Gedanken süß und hehrVerkünden, daß ihr Wohnsitz rein.
3 .
Und auf der Stirn, dem Wangcnpaar,Spricht von dem reinsten JugendmuthSo sanft beredt, so ruhig klarDes Lächelns Reiz, der Farben GlutVon einem Herzen wunderbar,
Wo Liebe voller Unschuld ruht.