Druckschrift 
8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
Entstehung
Seite
156
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Das ist's, was Anspruch macht auf uusrc Gunst,

Vor solchen Barr en beugt sich jetzt die Kunst.

Der Kranz, den Milton, Drydcn, Pope besessen,

Er schmückt jetzt Walter Scott, sic sind vergessen.

Der Muse Jugendzeiten sind oergangcn,

Wo noch Homer und Maro Lieder sangen.

Kaum konnten tausend Jahr mit einem neue»

Epos die Völker wiederum erfreuen;

Die Werke dieser beiden Dichter warenDas einzige Wunder binnen tausend Jahren.

Schon viele Reiche hörten ans zu sein,

Und Sprachen samt den Völkern gingen ein.

Denn Ruhm vermag nur solch ein Lied zu gebe»;

Es heißt in Trümmern selbst die Sprachen leben.

Nicht so bei uns, ward auch die LebenszeitVon Dichterlingen einem Werk geweiht;

Seht, wie der Reimschmied Sonthcy sich erhebt,

Und himmelwärts mit Adlcrschwingen strebt!

Ja Eamoöns, Milton, Tasso tritt zur Seite,

Zieht seiner Verse Hcercsmacht zum Streite.

Zuerst betritt Johanna d'Arc die Schranken,

Der Britten Geißel und der Stolz der Franken,Verbrannt von Bcdsord wegen Zauberei,

Prangt jetzt ihr Bild im Ruhmcstempel frei;

Die Kette borst, sic steigt, der Haft entlaufen,

Als Phönirjungfran aus dem Aschcnhaufen.

Doch Thalaba, der grause, nahet schon,

Arabiens wilder, wundersamer Sohn:

Der selber den Domdanicl erschlug,

Und Zauber mehr, als je die Erde trug.

Gewaltiger Held! O daß du triumphirtestUnd ewig als Tom Thnmb's Rival regiertest!