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2.
Doch Freundschaft lost oft ihre traulichen Schlingen ;
Das Bündniß ovn Jahren zerstört ein Moment;Wie Liebe zwar schwebt sic ans flüchtigen Schwingen,Wicwol sic unlöschbar wie Liebe nicht brennt.
3 .
Wir wallten durch Jda gemeinsam verbunden,
Und fröhlich ist dort nnS die Jugend cntflohn:
Im Frühling des Lebens, wie schön sind die Stunden!Jetzt sammeln die Stürme des Winters sich schon.
Nicht mehr wir Erinn'rung mit Liebe dnrchwallen,Die Freuden, die einst uns als Kinder vereint;Das Herz ist unbeugsam, wenn Stolz cs befallen,Daß selbst die Gerechtigkeit Unbill erscheint.
8 .
Doch stets wcrd' ich, Freund, dein mit Achtung gedenke»Die wertb mir einst waren, sic tadl' ich auch nicht -Was einst dich mir nahm, kann mir wieder dich schenkenWenn Reue dein altes Gelübde zerbricht.
6.
Erstarb auch die Neigung, doch will ich nicht klagen,Und nagender Unmuth soll fern von mir sein;
Sanft soll mir das Herz bei der Meinung stets schlagenDaß Beide wir irrten und Beide verzeih».