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5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
Entstehung
Seite
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Der Röthc gleich auf eines Kindes Wange»,

Vom Schlag des Muttcrherzcns eingewicgt,

Wie Roscnglut, womit die Sommcrdämm'rungDen jungfräulichen Schnee der Gletscher malt,

Der Erde Schamroth bei des Himmels Kuß

Dein holdes Antlitz färbt und so die PrachtDes Sonncnbogcns über dir verdunkelt.

Du schöner Geist, auf deiner klaren Stirn,

Wo sich die Heiterkeit der Seele malt,

Die selbst schon die Unsterblichkeit bezeugt,

Les' ich Verzeihung für den Erdensohn,

Dem auch die finstern Mächte je zuweilenGemeinschaft gönnen, wenn er seines BannsSich keck bedienend, dich hcraufbcschwörtUnd augenblicklich anstaunt!

Alpenkönigin.

Erdensohn!

Dich kenn' ich und die Macht, die Macht dir leiht.Dich kenn' ich als gedankenreichen Mann,

Als schrankenlos im Guten wie im Bösen,

Zu Leid und Unheil vom Geschick bestimmt.

Erwartet Hab' ich dies Was wünschest dn?

Manfred.

Nur deine Schönheit anzuschaun, sonst nichts.Vom Angesicht der Erde toll gemacht,

Flücht' ich in ihr geheimes Walten mich,

Und dringe zu dem Wohnsitz ihrer Herrn,

Doch können ste nicht helfen. Ich begehrteVon ihnen, was sie mir gewähren konnten,

Nun forsch' ich weiter nicht.

Alpcnkönigin.

Was wäre denn,

Was außerhalb der Macht der Mächtigsten,

Des Unsichtbare» Lenker?