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Manfred.
Das brauch' ich nicht!
Dein Mitleid nehm' ich höchstens an. — Ich geh!
's ist Zeit. — Leb wohl — Hab' Dank und nimm dies Gold —Kein Wort — du hast's verdient — nicht folge mir!
Ich weiß de» Weg — vorbei ist die Gefahr: —
Nochmals, ich bitte dich — nicht folge mir!
Zweite Scene.
Ein tiefes Thal in den Alpen. Ein Wassersturz.
Manfred tritt aus.
Manfred.
Noch ist's nicht Mittag; denn der SonncnbogenWölbt überm Strom sich noch mit Himmclsfarbcn,
Und rollt die flüssige Silbcrsaule fort,
An schroffen Klippen senkrecht ausgedehnt,
Und schwinget seine schäumend goldncn Streifen,
Wie auf und nieder, gleich dem Schweif der Falbe,
Des Riesenrosses, das der Tod besteigtIm Buch der Offenbarung. Meinen AugenIst jetzt allein des Anblicks Lust vergönnt.
In dieser süßen Einsamkeit allein
Soll ich der Wasser Huldigung mit dem Geist
Des Thales thcilen — Wohl! ich will ihn rufen.
(Manfred nimmt etwas Wasser in die hohle Hand, sprengt cs in die Lustund murmelt die Beschwörung. Nach einer kleinen Weile erhebt sich dieAlpcnkönigin unter dem Sonncnbogen des Stroms.)
Manfred.
Du schöner Geist mit deinem lichten Haar,
Mit deinen Stralcn-Augen, deren Bildung -Den Reiz der allcrschönstcn ErdenfraukZu überirdischem Maß erhöht, verklärtZum reinsten Stoff, indcß die Jugcndfarbe —