anthropologischen und meteorologischen Verhältnissesind eifrig studiert worden. Wir kennen das Klimaund die anderen natürlichen Bedingungen hinreichend,um ein Urteil über das Gebiet zu haben. Ausserdemhat Bismarckburg mehrfach als Basis für Hinterland-Expeditionen gedient; indessen waren die Verpflegungs-verhältnisse der Station in der armen Berglandschaftetwas schwierig und kostspielig; ausserdem liegt derPlatz von den grossen Karawanenstrassen zu weit ent-fernt, als dass er für die Zuleitung des Handels ausdem Hinterlande zur deutschen Küste recht wirksamsein konnte. So hat man bei den beschränkten zur
die Lome mit den grossen Handelsplätzen des Innern,zu damaliger Zeit besonders Salaga, verbindet. Desweiteren war die Abgrenzung gegen das englischeGebiet noch nicht erfolgt und auch in dieser Beziehungdie Anlage einer Station wünschenswert. Auch vonMisahöhe liegen bemerkenswerte wissenschaftliche Er-gebnisse vor, die zusammen mit denen von Bismarck-burg ein schönes Bild von den Verhältnissen des Landesgeben. Ebenso ist Misahöhe Stützpunkt für die weitereErforschung des Landes gewesen.
Wenden wir uns schliesslich zu der neuerdings ge-gründeten Station Kete-Kratschi, die nicht mehr dem
Weber (Togo) am Webstuhl.
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Verfügung stehenden Mitteln, und da es aus Handels-und politischen Zwecken wünschenswert war, die West-grenze stärker zu besetzen, die Forschungsstation Bis-marckburg aufgegeben und die Militärstation Kete-Kratschi gegründet. So sehr die Aufgabe des trotzdem fürdas Hinterland wichtigen Bismarckburger Platzes bedauertwerden muss, so ist doch zu hoffen, dass wenigstensdie wissenschaftlichen Bestrebungen, die hier frühergepflegt wurden, zu einem Teil ihren Fortgang findenwerden, denn es scheint, dass die Baseler Missionare dieaufgegebene Regierungsstation wieder besetzen werden.
Misahöhe ist im Jahre 1890 als wissenschaftlicheStation am Gebirgspass zwischen Yo und AgonieTongwe gegründet worden, aber auch zu dem Zweck,um die hier verlaufende Karawanenstrasse zu sichern,
Gebirge, sondern der Voltaniederung angehört. DieserPlatz ist eine Etappe für die allerdings noch zu er-hoffende Besitzergreifung des weiteren Hinterlandes.Die Anlage einer Station in diesem Gebiet war ausverschiedenen Gründen dringend geworden. Da derim englischen Gebiet mündende, aber auf eine langeStrecke unsere Grenze zu demselben bildende Voltabis nach Kete-Kratschi hinauf schiffbar ist, so fandhier ein bedeutender Schmuggel in die deutsche Koloniehinein und aus derselben heraus statt. Hieran änderteauch die mit England abgeschlossene Zollkonventionwenig, denn diese gilt nur für die linksvoltaischen Ge-biete; auch musste der Ablenkung des Handels ausdem deutschen Hinterlande an die englische Kiiste ge-steuert werden. Ausserdem war es wünschenswert, in