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Werner.
Diebe!
Meinst du: ich duld' es und verdien' eS mich;
Doch nicht —
Ulrich.
Nein, Vater; sprechet nicht davon;
Jetzt ist nicht Zeit, an kleine Schuld zu denken,
Vielmehr den Folgen großer vorzubeugen.
Was schütztet ihr den Mann?
Werner.
Wie könnt' ich anders?
Ein Mann, verfolgt von meinem ärgsten Feind;
Beraubt der Ehre wegen meiner Schuld;
Ein Opfer meiner Sicherheit, der fleht,
Daß ich ihn wen'ge Stunden nur verberge,
Ich, jener Schurke, der die Ursach' ist,
Daß er bedurfte solcher Zufluchtsstätte.
Wär' er ein Wolf gewesen, hält' ich dvck>
In solcher Lag' ihn nimmer fortgcstoßen.
Ulrich.
Und gleich dem Wolfe hat cr's euch gelohnt.
Doch ist's z» spät, darüber nachzudcnkcn:
Ihr müßt hinweg, eh' noch der Morgen graut;
Ich bleib' indessen hier im Schloß zurück,
Den Mörder auszuspüren, wenn cs möglich.
Werner.
Doch diese schnelle Flucht, stc gibt dem MolochVerdacht zwei Opfer dann anstatt des einen,
Wenn hier ich bleibe. Den entflohncn Ungar,
Der schuldig scheint —
Ulrich.
Nur scheinet? Wer denn ist'