Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
205
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Werner.

Ihr Unverschämter!

Ihr sagtet ja, er sei nicht hier.

Jdcnsteiii.

Ja, Einer;

Doch hier ist noch ein Andrer, den er schärfer,

Und bald vielleicht mit einer Macht verfolgt,

Die über sein' nnd meine geht. Doch kommt!

Ihr Burschen, eilt! Hier gibt es Nichts zu thun.

(Jdcnsteiii und Diener gehen ab.)

Werner.

In welchen Jrrgang zog mich das Verhängnis,,

Ein Frevel hat mir weniger gcthan,

Als das; ich nicht de» größer» that. Sei still,Geschäftiger Teufel, der sich regt im Herzen!

Du kommst zu spät! Ich mag von Blut Nichts wissen.(Ulrich tritt auf.)

Ulrich.

Ich sucht' euch, Vater.

Werner.

Ist cs nicht gefährlich?

Ulrich.

Nein, Stralcnhcim weiß nichts von all' den Banden,

Die mit einander uns verknüpfen: ja

Er schickt mich her als Späher eures Thuns,

Und wähnt mich gänzlich sein.

Werner.

Ich kann's nicht glauben,'s ist eine Schlinge für uns Beide nur,

Um Sohn zugleich und Vater zu vernichten.

Ulrich.

Nicht kann bei jeder kleinen Furcht ich weilen,

Noch stutzig werden bei jedweden Zweifeln,

Die, Dornen gleich, auf unsrem Pfad erstehn.