Dcr naht dem Flusse, springt dom Pferde dann,Nimmt seine Last, die auf dem Sattel ruht,
Und wirft sic do» dem Ufer in die Flut:
Dann hält er, schaut und wendet rasch sich um,Sieht wieder auf die Fluten hastig stumm,
Und folgt mit seinem Schritt dem Strome nach,Als schwände darin etwas zu gemach;
Auf einmal stutzt und bückt er sich — cs warenUm ihn von Wintcrflntcn Stein' in Scharen,
Er sammelte die schwersten, die er fandUnd schleudert sie mit wohlbedachter Hand:Indessen schlich der Knecht mehr in die Nahe,Damit er sichrer Alles noch erspähe;
Es schien ihm säst, als sah er Brust und Bein,Und ein Gewand mit eines Sternes Schein,
Doch eh er recht die Glieder noch erkannt,
Trifft sie ein Stein, der sic zur Tiefe bannt.
Dann hob sich's wieder thcilwcis aus dcr Flut,
Und färbte sic mit dunkler Purpurglut,
Drauf schwand cs ganz: still blieb der Reiter noch,Bis ruhig ward des Wirbels letztes Loch.
Dann kehrt er um, bestieg sein scharrend Roß,
Das wild gespornt in Hast von dannen schoß.
Er war vcrlarvt — des Todten Angesicht,
Wenns Einer war, gewahrt dcr Lauscher nicht,Trug aber wirklich jene Brust den Stern,
So wars ein Zeichen eines freien Herrn,
Und einen solchen trug auch EzzelinIn jener Nacht, eh dieser Tag erschien.
Kam er dort um, geb Gott der Seele Ruh,
Sein Leichnam trieb dem Oceanc zu,
Und Menschenliebe muß die Hoffnung hegen,
Er sei den Händen Lara's nicht erlegen.