Er gegen sic dic durstge Spitzc kehrte,
Wcil dieses Mitleid sein Gefühl Versehrte.Rasch hemmt jetzt ein Gedanke seinen Plan,Doch blickt er starr noch seinen Gegner an;Als ob's ihn kränke, daß von diesem SchlagDer Gegner stürzte, doch nicht unterlag,
Als forsch' er, ob dic Wunde, dic er gab,Sein Opfer schon gefördert in das Grab.
Otho wird blutend, wund hinweggetragen,
Der Arzt verbietet Sprechen jetzt und Fragen,
Dic Andern gehn in eine Seitenhalle,
Doch Jener, unbekümmert um sic Alle,
Anlaß und Sieger in dem Kampf und Straus,
Schritt langsam, stolz und stumm zum Saal hinaus,Besteigt und spornt' nach Haus sein schnelles Roß,
Und warf nicht einen Blick ans Otho's Schloß.
6 .
Doch wo ist er, das Glanzbild einer Nacht,Das nur gedroht und sich davon gemacht?
Wo ist der Ezzclin? der ging und kam,
Von dessen Plan man keine Spur vernahm!Früh noch vor Tag verließ er Otho's Saal —Nacht war's, doch der bctrctnc Weg ins ThalNicht zu verfehlen — seine Wohnung nah —Er kam nicht, war am Morgen noch nicht da.Man forschte weiter nach, doch nichts ward klar,- Als daß der Ritter nicht zu finden war.
Das Zimmer ohne Herrn, im Stall das Roß,Der Wirth bestürzt, besorgt der Diener Troß,