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Die Stunde naht, die über Tod und LebenVon Lara's Ehre soll Entscheidung geben;
Denn Ezzcliu mag laut ihn nun verklagen,lind was cs irgend sei, er muß es sage»;
Er gab sein Wort, und Lara ging es ein,
Vor Gott und Menschen hier bereit zu sein.
Was säumt der Kläger? Wahrheit zu verbreiten,Geziemt flchs, früher, eiliger zu schreiten.
3 .
Die Stund' entwich und Lara ist erschienen,Voll Sclbstvcrtraun, mit ruhig kalten Mienen.Wo bleibt nur Ezzelin? — Die Stund' entwich,Man murrt und Otho's Brauen falten sich:
„Ich kenne meinen Freund, bestimmt ist er,Wenn er auf Erden »och, so kommt er her;
Im Thale steht sein Haus, gcrad am RandVon meinem eignen und Graf Lara's Land.
Ein solcher Gast macht Ehre meinen Hallen,
Und er auch ließ sichs bei dem Wirth gefallen,Doch halt ihn jener Vorfall heut noch auf,
Denn Manches fordert noch der Sache Lauf,Zum Pfände geb ich gern mein Wort aufs Neu,Ich kämpfe selbst für seine Nittcrtrcu!"
Er schwieg und Lara sprach: „Ich fand mich ein,Auf dein Begehr dir willig Ohr zu leih»,Schmachvolle Mährchcn eines Maun's zu hören,
Des; Wort mich schon vermochte zu empören,
Hält' ich ihn nicht für toll in seinem Schalten,
Ja für den schlimmsten Feind sogar gehalten.
Ich kannt' ihn nicht — er mich, wie es geschienen,In Ländern, ivo — doch wozu soll das dienen: