Zweiter ScsanZ.
i.
Dic Nacht entflicht, den Duft der Berge lecktDas Morgenlicht, das ne» die Welt erweckt,
Ein neuer Lag, um bald hinabzuglcitcnUnd näher zu dem letzten zu geleiten.
Nur die Natur umjauchzt dic alte Wonuc,
Auf Erden Leben, an dem Himmel Sonne,
Im Strome Kühlung, Blumen in dem Thal,Gesundheit in den Lüsten, Glanz im Strahl —Unsterblicher! sich dieser Glorie Schein,
Und ruf' entzückt im Innern: „ Sic ist mein!"
Sich hin, da noch dein froher Blick sie schaut,
Ein Morgen kommt, der nicht für dich mehr graut;Mag trauernd man an deinem Grab sich einen,
Wird Erd' und Himmel doch nicht Thronen weinen,Kein Wölkchen drum entstehn, kein Blättchen fallen,Kein Lüftchen um dich leise seufzend wallen —Gewürm nur schwelgt sodann an seinem Raub,
Und düngt auf's Neu das Land mit deinem Staub.
2 .
Der Morgen, — Mittag kam, die Häupter alleGeladen, sammeln sich in Otho's Halle.