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Stets blieb er doch die Seele der Gedanken.
Ihn zu durchschauen, würde nie gelingen,
Doch leicht vermocht' er Andre zu durchdringen.Es drückte seine Näh', und unwillkührlichFand man ein Mitgefühl, das ganz natürlich;Umsonst war, ob ers auch erzwingen wollte,
Daß seines Bildes man vergessen sollte.
20 .
Es war ein Fest, zu welchem Ritter, DamenUnd all' die Edelsten und Reichsten kamen,
Da ward denn auch als edel und willkommenIn Otho's Hallen Lara ausgenommen.
Vom Rittcrspicl erdröhnt das Schloß im Glanz,Und Freude jubelt bei Banket und Tanz,
In heitrer Schönheit frohem Tanz erscheint -Harmonisch Reiz und Grazie vereint,
Beglückt das Herz, so wie die zarte Hand,
Die hier sich flicht zum liebevollen Band!
Ein Anblick ists, der jeden Gram erstickt,
Wo sich das Alter wieder jung erblickt,
Die Jugend wähnt der Erde sich enthoben,
Es wird die Brust vom Taumel süß umwobcn!
21 .
Und ruhig froh sah Lara dies Gewühl,
Die Stirne log, wär' anders sein Gefühl.
Sein Blick folgt jedem Flug der holden Schönen,Die leichten Tritts das Echo nur verhöhnen.
Bei einer Säule stand er angelchnk,
Verschränkten Armes und den Blick gedehnt,
Nicht merkt er eine» Blick, der ihn durchdrang,