- :! I
Und oft ergriffen von des Herzens Drang,Vermied er jeden Umgang Tage lang;
Dann — sagten Diener, die er selten rief —Dann höre man bei Nacht, wenn Alles schlief,Ihn raschen Tritts durch dunkle Gange gchn,jWo seiner Ahnen alte Bilder stehn,
Man höre flüstern, ohn' cs zu erfahren,
Den Ton von Worten, doch kaum irdischklarcn.Wol mancher lacht nur, aber mancher sieht,
Was mehr vielleicht als nöthig ihm vcrricth.Was mag er an dem grasten Haupte haben,
Das aus den Grüften frevle Hand gegraben,
Das grinsend liegt, wo Bücher anfgcschlagcn,
Als sollt' es jeden außer ihn verjagen?
Was schläft er nicht, wenn Andre längst zu Ruh,Flicht die Musik, läßt keine Gäste zu?
Es ist nicht richtig — doch wen wird cs quälen;Und die drum wußten, mögcns nicht erzählen,Denn sie sind all verschwiegen und zu klug,
Sic Hielten einen Wink schon für genug;
Doch wenn sic dürften, würden sic wohl gern —So schwatzten Laräs Diener von dem Herrn.
io.
Nacht war's und über Laräs klarem StromGlänzt stcrncnrcich des Himmels blauer Dom,Das ruhgc Wasser schien faßt ganz zu stehnUnd muß doch gleitend gleich dem Glücke gehn;Tief schimmern in dem Spiegel, in dem feuchten,Die ewgen Lichter, die am Himmel leuchten;
Von schönen Bäumen ist der Strand besetzt,lind Blumen, dran die Biene gern sich letzt,
Wie sic Diana sich zum Kranze wand