Und Unschuld nimmt als süßcs Licbcspfand,
Sic sind dcs Ufers Zier; gleich golducu SchlangenRollt windcnd sich der Fluß in Hellem Prangen.
So still war -Alles hier in Erd' und Luft,
Kanin furchtbar war' ein Geist hier aus der Gruft;Denn einem Bösen könnt' es nicht gefalle»,
Durch solche Pracht in solcher Nacht zu wallen.
Nur für den Guten lacht hier die Natur;
So meinte Lara und verließ die Flur,
Und kehrte schweigend wieder in sein Schloß,
Da dieser -Anblick seinen Geist verdroß.
Denn solche Tage rief er ihm empor,
Wo Meer und Himmel ohne Wolkcnflor,
Wo sanfte Nächte, Herzen, welche nun —
Nein — nein — o möchten nie die Stürme ruhn,Sic fühlt er nicht; doch eine Nacht wie dieErtrug der Hohn in seinem Busen nie.
11.
Zur trüben Halle nahm er seinen Gang,Sein hoher Schatten schritt die Wand entlang:Dort, wo die Bilder seiner -Ahnen hingen,
Der cinzgc Rest von dem, was sic begingen,Nächst Sagen und den Grüften, wo ihr Thun,Ihr Staub und ihre Sünden alle ruhn,
Wo pomphaft nur auf eines Blattes SeitenDie Inschrift Kunde gibt den künftgcu Zeiten,Wo der Geschichte Griffel preist und rügtUnd treulich im Gewand der Wahrheit lügt;Er wandelt, sinnt und wie der MondcnschcinDurch's Gitter bricht auf jene Flur von Stein,Die Wölbung samt den Heiligen bestralt,
Die über goth'schc Fenster hoch gemalt,