Der Stolz verbirgt — und Allem trotzt der Muth,Noch dann, wen» schon erlosch des Lebens Glut.Ganz furchtlos ist wol Keiner, wcrs verhehlt,
Der ist von wackrer Heuchelei beseelt;
Doch nicht der Feigling, welcher prahlt und flieht,Nein, wer dein Tode stumm ins Auge sieht, —Gestählt durch das Vertrau» mit seiner Last,
Tritt er entgegen, wenn dcr Tod ihn faßt.
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Hoch in des höchsten Thurmcs KcrkernachtSaß Conrad knirschend in des Pascha's Macht.
Die Flamme fraß das Schloß, so war zugleichDer Räuber und dcr Hof in dem Bereich.
Nicht klagte Conrad, daß er dieses litt,
Dies träf' auch Seid, sobald er siegend stritt.
Er saß allein — und prüft in EinsamkeitSein schuldig Herz und machte sich bereit.
Nur ein Gedanke schlich sich heimlich ein:
„Wie wird Mcdorcn jetzt zu Muthc sein?"
Dann — dann erhob er klirrend seine Hand,
Riß an dcr Kette, die ihn rasselnd band,
Bald fand — erheuchelt oder träumt er Ruh,
Und sprach sich seines Kummers spottend zu:
„Es komme nun die Marter, trenn sic mag,
Ich muß durch Schlaf mich stärken für den Tag!"
Er sprachs und kroch ermüdet auf die Matte,
Und schlief, was auch sei» Schlaf für Träume hatte.
Kaum Mitternacht, als jener Streit begann,
Denn rasch vollzog er stets, was er ersann,
Auch haßt Zerstörungswuth den Zeitverlust, ^
Und unverübt blieb nichts in seiner Brust!