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Gedenke mein! — Gehst du am Grab vorüber,
Sv denk' an sic, die tief darinnen liegt,
Ach eine Qual mir stimmt den Busen trüber,
Daß rasch mein Bild in deiner Brust verfliegt.
Der Bitte letzten, schwächsten Ton gewähre:
Den Schmerz um Todte schilt man nicht mit Hohn,
O gib mir, die ich längst erbat, die Zähre,
Der Liebe letzten, aber schönsten Lohn!
Er schritt durchs Thor, ging durch den langen Gang,Trat ins Gemach, wo sanft das Lied verklang:
Mcdora! ach wie traurig ist dein Lied! —
„Wie könnt' es fröhlich sein, wenn Conrad schied?Solang dein Ohr nicht meinen Sang vernimmt,
Verräth mein Lied, wie mir das Herz gestimmt,
Zeigt jeder Laut, was mein Gefühl beklemmt,
Im Inner» tobt, was oft die Lippe hemmt.
O! einsam hat mir hier so manche Nacht
Ein banger Traum den Wind znm Sturm gemacht! —
Dann schien das Lüftchen, das dein Segel bläht,
Ein Vorspiel mir, das Wcttcrsturm verräth:
War's noch so sanft, mir dünkt es Grabgcläutc,
Daß jede Welle dich zu schlingen dräute,
Dann wollt' ich gern des Lenchtthurms Feuer schüren,Daß flinker sich die Wächter möchten rühren.
Erbleichen sah ich schlaflos Stern um Stern,
Der Morgen kam — doch immer bliebst du fern!
O! wie die Lust so kalt mich angehaucht!
Wie düster dann der Tag cmporgctaucht! ^
Ich harrt' und hgrrte wol — doch ich erzwangMir doch kein Schiff, wie ich auch weint' und rang.Zuletzt — um Mittag — sah' ich einen Mast ---Schon grüß' ich — ach! er floh vorbei in Hast! —