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Doch seiner zarten Form — cin Liebcstraum,
Den eine Nymphe still sich ausgcschmückt,
Die des Geliebte» harrt aus höhcrm Raum,
Und ln dem Wahnbild schwärmend sich beglückt —
Ist ideale Schönheit aufgcdrückt,
Die einst dem Geist unsterblich aufgcgangcn,
Als die Empfängnis? göttlich ihn entzückt,
Ein Strahl des Himmels — gleich der Sterne PrangenBis dann zum Gotte sich ocrciut die Formen schwangen.
163 .
Wenn auch Prometheus einst vom Himmel stahlDie Flammcnglut, die in uns brennt, entbandUns oon der Schuld doch jenes Künstlers Wahl,
Der diesen Marmor dichterisch umwand
Mit ewigem Glanz' — Formt ihn auch Menschenhand,
Ward er doch nicht von Mcnschengcist ersonnen,
Ihn weihte selbst die Zeit, kein Löckchen schwand,
Die Jahre sind ohnmächtig dran verronnen,
Noch haucht dieselbe Glut, die er dereinst gewonnen! —
164 .
Wo aber ist der Pilger, den ich saug,
Das Wesen, das dem Liede war verbunden?
Mich dünkt, er komme spät und säume lang!
Er ist nicht mehr — er hat nun überwunden, —
Aus ist die Fahrt — sein Träumen ist verschwunden —Er selbst zu Nichts! — Doch solltet ihr ihn fassen,
Als wär' er mehr als Traum von wenig Stunden,
Ein Erdcnsohn voll Qualen — mögt ihr's lassen! —Sein Schattenbild vcrschwebt in der Vernichtung Massen.
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