Druckschrift 
1 (1854) Biographische Notiz. Ritter Harold's Pilgerfahrt. Der Corsar. Lara
Entstehung
Seite
173
Einzelbild herunterladen
 

Dcs Wassers Tosen! Kühn nnd mächtig branstHernieder der Velin non Fclscnspitzen!

Der Sturz der wilden Unten! Blitzschnell sanftDer Schani» herab, durchtöbt die tiefsten Ritzen!

Des Wassers Hölle! wo sic kochen, spritzenMit Angstgchcnl! gepreßt von TodcswchnScheint diese Flnt den Todcsschwciß zu schwitzen;

Denn wilder Schaum jagt wo die Felsen stehn,

Die mitleidslos erstarrt in diese Strudel sehn.

70 .

Und sternenhoch empor dann steigt er wieder,

Bis er, als Regen dann znrückgcbracht,

Sich senkt zur Erd' ans voller Wolke nieder,

Daß ewiger Lenz dem ganzen Grunde lacht,

Und Alles strählet in smaragdner Pracht

Und jetzt der Schlund! das Ricscnclcmcnt,

Wic's seinen Sprung von Fels zu Felsen macht,

Die Klippen quetscht und von einander trennt,

Und durch den grausen Spalt dann schnell und brausend rennt

71 .

Wie eine Wassersäule wunderbar,

Scheint es ein Quell des Meers dahin zu schießen,Das brausend jener Berge Schoos gebar,

Die unter Muttcrwehen sich erschließen,

Ein Quell der Ströme nicht, die sich ergießenMit Windungen im Thalc fclsgczackt

Schau hin! die Ewigkeit scheint dort zu fließen,

Wenn Alles cs in seinem Laufe packt,

Durch Graun das Ang' entzückt ein prächt'gcr Katarakt!