158
24 .
Wie und warum weiß Niemand, und nicht heimZnr Wolke läßt des Geistes Blitz sich tragen,
Man fühlt den Schlag und kann den schwarzen Seim,
Den Brand, den er zurückläßt, nicht zerschlagen.
Wir müssen uns das Liebste selbst versagen,
Wenn wir's am wenigsten gedacht: voll Gran»
Nahn sich Gespenster, die nicht zu versagen,
Was kalt — fremd — todt vielleicht — auf's Neu zu stbau»,Was wir geliebt, beklagt — zu viel und wenig trann!
23 .
Es schwärmt mein Geist: jedoch ich ruf' ihn mirZurück, um diese Trümmer zu betrachten:
Ruine bei Ruinen steh' ich hier,
Wo Große starb und Reiche stürzend krachten!
Dies Land war einst das mächtigste zu achten,
Ist »och das lieblichste, da nie der HandDer Schöpfung höhrc Meisterwerke lachten,
Wo Helden man und Freie heimisch fand,
Und schön und edel sic — die Herrn von Meer und Land!
21 ,.
Die Männer Roms, der Fürsten freier Stand!
Noch immer schön Italien seit der ZeitBist du der Erde Garten, VaterlandVon Allem, was Natur und Kunst verleiht.
Was gleicht dir selbst in der Verfallcnhcit?
Dein Unkraut selbst ist schön und deine WüsteSo reich wie andrer Länder Fruchtbarkeit,
Dein Trümmcrhanf, der glorreich mich begrüßte,
Steht unbesteckt, da ihn ein ewiger Reiz versüßte.