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sen; indes, ist aufrichtiges Lob der Stimme der Freundschaft immer er-laubt gewesen; und nicht Ihretwillen, noch selbst Andrer wegen, sondernum ein Herz zu erleichtern, dem es weder früher noch auch neuerdingsnicht gerade zu Theil ward, einem guten Willen zu begegnen, um de»Schlägen des Schicksals standhaft zu widerstehen, — versuch' ich hierIhre guten Eigenschaften oder vielmehr die Vorthcile in Erwähnungzu bringen, die ich von ihrem Einflüsse hcrlcitctc. Selbst die Wie-derkehr des Datums von diesem Briefe, als des unglücklichsten Jah-restags meines verflossenen Lebens, welcher jedoch mein künftigesnicht vergiften kann, so lange der Beistand ihrer Freundschaft undmeiner eignen Kräfte mir bleibt, wird fernerhin eine um so angeneh-mere Erinnerung für uns Beide gewähren; und zwar insofern, alser uns stets an diesen meinen ersten Versuch erinnert, Ihnen für eineso unermüdliche Aufmerksamkeit zu danken, wie sie wenige Menschenerfahren haben, und die wol Keiner erfahren kann, ohne besser vonseinem Geschlecht und von sich selbst zu denken! Wir hatten dasSchicksal, zu verschiedenen Zeiten mit einander die Länder des Nittcr-thums, der Geschichte und der Märchen — Spanien, Griechenland,Kleinaflen und Italien — zu durchwandern; und was Athen undKonstantinopel uns vor wenigen Jahren gewesen sind, waren unsneuerdings Venedig nnd Rom. Auch das Gedicht, oder der Pilger,oder beide haben mich vom Ersten bis zum Letzten begleitet, und cSmag vielleicht eine verzeihliche Eitelkeit sein, die mich verleitet, mitWohlgefallen bei einer Dichtung zu verweilen, die mich in gewissemGrade mit dem Orte, wo sie entstand, nnd mit den Gegenständen, diesic beschreiben wollte, verbindet; und mag sic auch jener bezauberndennnd denkwürdigen Gegenden unwürdig erscheinen, und unfern früher»Auffassungen und unmittelbar empfangenen Eindrücken nachstchcn;so ist sie doch als ein Zeichen der Hochachtung für das Ehrwürdigeund des Gefühls für das Erhabene, für mich eine Quelle des Ver-gnügens bei diesem Werke gewesen: und ich scheide von ihr mit einerArt Wchmuth, von der ich schwerlich geahnt hätte, daß Gegenständeder Phantasie in mir dieselbe Hervorrufen könnten. Rücksichtlich desletzten Gesanges, wird man in ihm weniger von dem Pilger als in