An
Zohn Hobhousc, Esq.
Mein thcurcr Hobhouse!
Nach cincr Zeit von acht Jahren, zwischen der Abfassung derersten und letzten Gesänge des Ritter Harold, soll jetzt der Schlußdieses Gedichts dem Publikum übergeben werden. Indem ich voneinem so alten Freunde mich trenne, ist es nichts Außerordentliches,daß ich mich zu einem noch altern, bessern wende, zu einem, der dieGeburt und den Tod des Andern gesehen hat, und dem ich weit mehrfür die geselligen Vorthcilc cincr begeisterten Freundschaft verbundenbin, als ich — obwohl nicht undankbar — dem Ritter Harold fürmanche öffentliche Gunst sein kann und konnte, die vom Gedicht aufden Dichter überging, — zu einem, den ich lange gekannt und oftweit begleitet Habe, den ich wachsam während meiner Krankheit undvoll Theilnahme bei meinem Kummer, erfreut über mein Glück undstandhaft in meinem Mißgeschicke, aufrichtig in seinem Rathc undtreu in Gefahren gefunden habe, — zu einem oft geprüften und stetsbewährten Freunde: —zu Ihnen! Indem ich dies thue, wend' ichmich von der Dichtung zur Wahrheit, und indem ich Ihnen in seinemvollendeten oder doch wenigstens geschlossenen Zustande ein dichterischesWerk widme, welches das längste, das gedankenvollste und umfassendstemeiner Dichtungen ist: wünscheich durch die Erwähnung der vielen, miteinem Manne von Gelehrsamkeit, von Talent, von Ausdauer und vonEhre, durchlebten Jahre mich selbst zu ehren. Es eignet sich nicht fürGcmüther, wie die unsrigen, zu schmeicheln oder sich schmeicheln zu las-
Byron's Werke I. 10